Gentlemen Broncos Film Trailer

FSK Film: Dieser Film hat die FSK Freigabe 12 Jahre
Länge: 89 Min | Kinostart: 27.05.2010 | DVD/BD: 22.10.2010 (DVD) | ©  Twentieth Century Fox | 
 
 
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Gentlemen Broncos Film Trailer: Infos & Links

Die Story zu Gentlemen Broncos Film Trailer:
Benjamin, ein 17 Jahre altes Science-Fiction-Wunderkind aus Utah, lebt zusammen mit seiner Mutter, einer Designerin für Schlafanzüge, die gerade an einer neuen Linie namens bescheidene Anfänge arbeitet. Seine Tage verbringt er in einer geodätischen Kuppel und verfasst in fernen Welten angesiedelte Abenteuer. Als Schüler, der zu Hause unterrichtet wird, hat Benjamin nicht viel Erfahrung in der realen Welt, aber dank seiner Einbildungskraft kann er der Tristesse seiner Heimatstadt ein ums andere Mal in fantastische Universen entfliehen. Als der hoffnungsvolle Autor erfährt, dass sein Idol, die Science-Fiction-Legende Dr. Ronald Chevalier, auf dem Cletus Festival (dem besten Autoren-Workshop in ganz Utah) ein Seminar geben wird, sieht er die Chance seines Lebens gekommen. Er packt sein bestes Manuskript mit dem Titel Yeast Lords: The Bronco Years ein, bereit, sein Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen. Auf dem Festival lernt er ein paar neue Freunde kennen – ähnliche Sonderlinge wie er selbst: die angehende Liebesromanautorin Tabatha und der Nachwuchs-auteur Lonnie, der schon mehr als 80 Filme realisiert hat. Der Besuch des Festivals hat für Benjamin zwei einschneidende Ergebnisse zur Folge. Zum einen will Lonnie aus seinem Roman einen abendfüllenden, 3 allerdings eher No- als Low-Budget-Film machen, zum anderen ist Chevalier selbst so beeindruckt von Benjamins Arbeit, dass er, in einem verzweifelten Versuch, die eigene Karriere zu retten, beschließt, einige wenige Änderungen in dem Manuskript vorzunehmen und es schließlich als seinen eigenen Roman unter dem Titel The Chronicles of Brutus and Balzaak zu veröffentlichen. Und während Benjamins Leben eine ganze Reihe von bizarren Wendungen nimmt, wird die Geschichte von Yeast Lords aus drei unterschiedlichen Blickwinkeln erzählt: Benjamins Original-Story, Chevaliers verfälschte Version und Lonnies preisgünstige Filmadaption. Diese drei Interpretationen sind eine Hommage an die alberne Welt der Science-Fiction-Kultfilme. Sam Rockwell liefert eine urkomische Doppelrolle als Bronco/Brutus ab, der an der Seite seiner besten Freundin aus Kindheitstagen, Vanaya/Venonka, heldenhaft gegen die bösen Lehnsherren der Hefefabrik kämpft und dabei den verzweifelten Versuch unternimmt, die Zivilisation vor dem Untergang zu retten.

Schauspieler:
Sam Rockwell, Michael Angarano, Jennifer Coolidge, Jemaine Clement, Mike White, Hector Jimenez, Josh Pais, Halley Feiffer, Suzanne May, Beau Dunn, Steve Berg, Toiya Leatherwood


 

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Das Autoren- und Produzentenduo Jared und Jerusha Hess kehrt mit GENTLEMEN BRONCOS auf die große Leinwand zurück. Vor drei Jahren führten die beiden ihr Publikum mit NACHO LIBRE („Nacho Libre“, 2006) in die mexikanische Ringerwelt ein, vor fünf Jahren realisierten sie mit NAPOLEON DYNAMITE („Napoleon Dynamite“, 2003) den ultimativen Film über Highschool-Slacker. Die Hesses sind ein Fremdkörper in Hollywood, die bilderstürmerische Visionen von missverstandenen Underdogs auf die Leinwand bannen – und dies tun sie von ihrer Wohn- und Arbeitsstätte in Salt Lake City aus.
„Jeden Film, den wir gemacht haben, haben wir zusammen geschrieben“, sagt Jared. „Unsere Kooperation wird dabei von Mal zu Mal besser. Wir brüten lange über unseren Ideen. Meist tun wir das, während wir ganz alltägliche Dinge verrichten, Autofahren beispielsweise. Wenn wir uns dann schließlich hinsetzen und mit dem Skript beginnen, haben wir schon eine ziemlich genaue Vorstellung davon, welche Richtung wir einschlagen wollen. Dann sitzen wir vier bis fünf Stunden pro Tag am Schreibtisch.“
„Der ganze Prozess ist sehr organisch“, fügt er hinzu. „Ich glaube, keiner von uns beiden könnte sagen, von wem was stammt. Dazu arbeiten wir einfach zu eng zusammen.“
Glaubt man Jerusha, ist diese Art der Zusammenarbeit äußerst fruchtbar: „Wenn wir uns entschieden haben, wie eine Szene auszusehen hat, legen wir los. Jared weiß dann, wie er schreiben muss. Denn während unsere Art zu schreiben unterschiedlich ist, haben wir doch dieselbe Art von Humor.“

Wie schon bei NAPOLEON DYNAMITE haben die Hesses sich hier bei der eigenen Jugend „bedient“, um von einem Underdog zu erzählen, der sich beliebt machen möchte. „Als Kind war ich richtiggehend verrückt nach Science Fiction und schrieb gerne Geschichten“, sagt Jared. „Benjamins Mutter Judith haben wir nach meiner Mutter entworfen – plus ein paar Wesenszüge von Jerushas Mama. Meine Mutter hatte Unternehmergeist, sie fabrizierte Popcornbälle und verkaufte diese. Und wie Judith arbeitete sie in einer Firma, die schlichte Nachthemden herstellte.“
„Meine arme Mutter war entsetzt, als sie erfuhr, dass wir eine Filmfigur nach ihr formten“, sagt Jerusha. „Aber sie ist eine lustige Person, also war es unmöglich, sich nicht an ihr zu orientieren. Sie ist wie Judith anständig und bescheiden. In unserer Jugend war es uns verboten, ’Nippel’ zu sagen, wir mussten von ’Busenenden’ sprechen“, ganz wie Judith im Film. Bei acht Kindern – ich habe sieben Brüder – plus Jared musste sich die arme Frau im Lauf der Jahre mit viel körperlichem Humor herumschlagen. Definitiv mit mehr als eine einzelne Frau verdient.“
    Am Set wurde viel darüber gesprochen, dass Jemaine Clement und Hess sich sehr glichen. Clement erklärt dies so: „Ich habe schon des öfteren festgestellt, dass Regisseure Schauspieler engagieren, die ihnen ähneln. Ich glaube einfach, dass sich Jared und Jerusha mit ihrer Filmfigur Benjamin identifizieren.“
Die Idee zu GENTLEMEN BRONCOS hatten sie schon eine ganze Weile bevor sie sich an den Schreibtisch setzten sagt Jared Hess. Aber sobald ihr Arbeitsskript bei Fox Searchlight gelandet war, ging es mit dem Projekt schnell voran. „Zwischen unserer zweiten Drehbuchfassung und dem Drehbeginn lagen gerade mal sechs, acht Monate“, erinnert er sich.
Die ursprüngliche Idee für die Geschichte stammt laut Jerusha von einem anderen Verwandten. „Ich habe einen Cousin, der in Alaska lebt und ein recht begabter Schreiber ist. Vor ein paar Jahren besuchten wir während der Sommerferien einen Autoren-Workshop und seine Geschichten waren ziemlich gruselig. Jared und ich hielten es für eine witzige Idee, über jemandem zu schreiben, der sehr eindeutige Stories verfasst, während seine Mutter im Nebenzimmer schlichte Nachtwäsche schneidert.“
Jared Hess ließ sich auch von eigenen Highschool-Erfahrungen beeinflussen. „Im Gegensatz zu Benjamin nahm ich nie einen Autoren-Workshop teil“, sagt er. „Dafür besuchte ich während meines ersten Jahres an der Highschool in Kansas eine Schauspielklasse. Ich glaube, dass sich all diese Programme im Kern ähneln.“
Als eine der Ausführenden Produzentinnen besuchte Jerusha Hess jeden Tag den Set, eine Erfahrung, die sie mit der für sie typischen zurückhaltenden Art beschreibt: „Ich sollte jeden Tag die diversen Szenen ’absegnen’“, sagt sie. „Jared behauptet, dass die Leute mich wirklich gefürchtet haben, weil sie wussten, dass ich in unserer Beziehung das Sagen habe. Das bezweifle ich aber – ich glaube vielmehr, dass ich nur jedem im Weg gestanden bin.“
Für GENTLEMEN BRONCOS haben sich die Hesses wieder mit Mike White zusammengetan, der auch ihren letzten Film NACHO LIBRE produziert hatte. „Wir hatten Glück, mit Mike zusammenarbeiten zu dürfen“, sagt Jared Hess. „Er ist ein ungewöhnlicher Mensch und ein talentierter Schreiber. Er besitzt ein unglaubliches Gespür für Komödie. Wir haben einen ganz ähnlichen Geschmack und er ist ein echter Freund. Als wir das Skript fertiggestellt hatten, schickten wir es ihm und baten ihn gleichzeitig, es für uns zu produzieren.“
  Neben seinem Part als Produzent übernahm White auch noch eine Schlüsselrolle als Schauspieler – als „Schutzengel“ von Benjamin. Er spielt Dusty, ein zotteliges Mitglied der Kirchengemeinde der Familie Purvis, der, wohin er auch immer geht, stets seine riesige Albino-Schlange mit nimmt. „Ich wusste von Anfang an, dass ich Mike für den Part des Dusty haben wollte“, freut sich Jared. „Wir sind schon so lange befreundet, also wusste ich, dass Mike diesen Typen hervorragend spielen würde. Er ist selbst ein recht schräger Vogel, was es ihm entsprechend leicht machte, in die Rolle des Dusty zu schlüpfen. Er war auch ungeheuer kooperativ, schon wegen dieser hässlichen Perücke, die er fast den ganzen Film lang tragen musste.“
Michael Angarano, der Benjamin spielt, gibt vor, schon seit Jahren Hess-Fan zu sein. „Jeder, der NACHO LIBRE oder NAPOLEON DYNAMITE mag, wird auch diesen Film lieben“, weiß er. „Was ich an GENTLEMEN BRONCOS wirklich mochte, war der Umstand, dass, obwohl die Charaktere allesamt reichlich durchgeknallt sind, ihre Wurzeln doch in der Realität fußen. Es ist ein sehr gutes, sehr gut strukturiertes Skript, aber es ist total verrückt und chaotisch. Es passieren so viele verschiedene Dinge und es gibt so viele schräge Figuren.“
„Nur so ein präziser Filmemacher wie Hess ist überhaupt in der Lage, einen solchen Film zu realisieren“, sagt der junge Darsteller. „Ich bin noch nie einem Regisseur begegnet, der so genau wusste, was er wollte. Gleichzeitig hört er anderen Leuten auch zu, ist für deren Vorschläge offen. Ich glaube, jeder der Beteiligten würde mir zustimmen, wenn ich behaupten würde, dass wir alle noch nie so viel Spaß hatten, einen Film zu drehen.“
GENTLEMEN BRONCOS fängt genau die Stimmung ein, die auch dafür verantwortlich war, dass NAPOLEON DYNAMITE ein Hit wurde. So argumentiert zumindest die Schauspielerin Halley Feiffer, die als Tabatha zu sehen ist. „Der Film spricht jede Altersgruppe an“, sagt sie. „Ich habe mir NAPOLEON DYNAMITE mit meiner Mutter, die in den frühen 50ern ist, meinem Vater, der Ende 70 ist, und meiner 13-jährigen Schwester angeschaut. Wir haben uns alle köstlich amüsiert. Von wie vielen Filmen kann man das schon behaupten?“
 Schauspieler Sam Rockwell verweist vor allem auf die ungewöhnliche „Komödien-Ästhetik“ der Hesses: „Jared schert sich nicht um irgendwelche Grenzen, er funktioniert als Regisseur ganz intuitiv. Er hat eine sehr spezifische Vorstellung von dem, was er will, und versteht es auch, einem dies zu vermitteln. Ich habe improvisiert, wo ich konnte, aber seine Vorlage war so gut, dass man gar nicht erst in Versuchung kommt, etwas zu ändern. Und er kennt seine Qualitäten.“
„Er kann die Stimme eines jeden Schauspielers nachmachen, jeden einzelnen Akzent“, fährt Rockwell fort. „So weiß er auch ganz genau, welchen Tonfall er jeweils braucht. Er hat ein ausgesprochen feines Ohr. Und wenn etwas nicht stimmt, merkt er es sofort. Er legt größten Wert auf Kleinigkeiten. Das finde ich cool. Mit ihm zu kooperieren, ist unglaublich inspirierend.“  
Wie schon in der Vergangenheit warten die Hesses in ihrem Film mit dem Ungewöhnlichen auf. Glaubt man Jerusha, könnte es gut sein, dass ihr nächster Film auf einer Szene von GENTLEMEN BRONCOS basiert. „Es gibt da diesen Moment im Film, als Benjamin der Premiere seines eigenen Films beiwohnt. Da gibt’s vor dem Hauptfilm einen Trailer, der mich jedes Mal umhaut. Michael Angarano holzt Steppenläufer ab und es gibt eine gesetzeswidrige Whirlpoolszene. Vor allem aber: Benjamins Filmfrau heißt ’Ol’ Big Sis! (= ’Alte’ Große Schwester). Das trägt doch einen ganzen Film, oder...“

DAS CASTING
Wie Produktionsdesigner Richard A. Wright ganz richtig anmerkt, ist die Struktur von GENTLEMEN BRONCOS einzigartig komplex: „Man hat es eigentlich mit ganz verschiedenen Geschichten zu tun, die an ganz verschiedenen Orten spielen“, sagt er. „Es gibt da einerseits diese Sci-Fi-Welt von Bronco und Brutus und all den anderen Fantasy-Charakteren und andererseits Benjamins Welt, die sich auch nicht ganz im Lot befindet.“
Das bedeutete im Endeffekt auch, dass man verschiedene Darsteller-Ensembles benötigte. „Es machte Spaß, den Film zu besetzen“, sagt Autor und Regisseur Jared Hess. „Dabei wurde ich tatkräftig von meiner Casting-Chefin Meredith Tucker unterstützt. Sie hat mir jede Menge Schauspieler empfohlen, an die ich gar nicht gedacht hatte. Es kam uns dabei auch ungeheuer zu Gute, dass die Leute unser Skript mochten. Ich glaube, dass das daran gelegen hat, dass wir so viele durchgeknallte Figuren hatten – das reizt Schauspieler.“
Benjamin Purvis, der angehende Schriftsteller in der realen Welt des Films, wird von Michael Angarano verkörpert und steht, zumindest zum Teil, für den Regisseur selbst. „Jared denkt ebenso verquer wie Benjamin“, sagt Angarano. „Ich habe diesen Gedanken beim Spielen stets im Hinterkopf behalten. Benjamin ist die geerdetste Figur der ganzen Geschichte. Aber wenn seine Story zum Leben erwacht, erkennt man, wie durchgeknallt er im Prinzip ist.“
„Ich versuchte zu ergründen, wie viel von Benjamin und der Geschichte auf Tatsachen basiert“, fügt Michael Angarano hinzu. „Und, mal ganz ehrlich, wenn auch nur ein Bruchteil der Geschichte auf der Wahrheit fußen würde, wäre das wirklich bemerkenswert. Aber andererseits, wem würde so eine Story schon einfallen? Sie ist klug, sie ist witzig und sie ist nicht auf billige Lacher aus.“
Es war Tucker, die dem Regisseur Angarano empfahl. „Ich kannte seine Arbeit nicht“, erzählt Hess. „Aber dann habe ich mir SNOW ANGELS („Engel im Schnee“, 2007) angesehen und sein Spiel hat mich umgehauen. Er ist ein überaus talentierter junger Schauspieler. Er hat seine Rolle in jeglicher Hinsicht ausgefüllt. Er ist eigentlich die normalste Figur des Films, aber wir lernen auch seine verrückte Seite kennen. Durch das, was er als Autor zu Papier gebracht hat.“
Benjamin ist sehr behütet und ohne Vater aufgewachsen. Er wurde zu Hause unterrichtet, von seiner leicht verrückten Mutter. Durch diese Isolation hat er als Teenager noch überhaupt keine Bezugspunkte. „Er ist irgendwie schon ein schräger alter Mann“, sagt Angarano seine Rolle. „Er trägt gerne die Klamotten seines Vaters, ich weiß nicht, vielleicht sogar die seines Großvaters. Er ist eine altmodische Seele, ein altmodischer Gentleman. Zudem ist er sensibel und auch überaus klug. Er erkennt die Realitäten des Alltags durchaus, entflieht diesen aber durchs Schreiben von Science Fiction.“
Eine der größten Freuden bei diesem Projekt war für Angarano die Zusammenarbeit mit Jennifer Coolidge, die im Film seine Mutter spielt. „Sie ist eine großartige Komödiantin“, sagt er. „Ich drehte die ersten Szenen mit ihr. Wir hatten nicht geprobt, also wussten wir auch nicht, was uns erwartete. Und dann kam der erste Take. Sie sagte danach: ’Ich bin sehr stolz auf dich’. Von dem Augenblick an war ich mitten im Film.“
„Mit Jennifer konnte man jede Szene genauso spielen wie sie im Drehbuch stand. Sie traf jedes Mal den Nagel auf den Kopf“, fährt Angarano fort. „Sie besitzt ein ausgezeichnetes Comedy-Timing und sie verstand ihren Charakter vollkommen. Dann gab es wieder Momente, in denen sie sich vollkommen vom Drehbuch löste und wild improvisierte. Dieses Material war dann genauso gut wie das im Skript.“  
Coolidge war von ihrem jungen Partner Angarano gleichermaßen angetan: „Michael erledigt im Prinzip die Arbeit für einen. Wenn man mit ihm in einer Szene spielt, muss man nicht nachdenken. Er trifft jeweils den richtigen Ton. Man muss ihm also nur folgen. Er ist wirklich ein begabter Bursche.“
Die Zusammenarbeit mit Jemaine Clement war für Angarano ein weiteres Highlight. Clement spielt Dr. Ronald Chevalier, der seine besten Tage als Autor längst hinter sich hat. „Er ist ein so kreativer Mensch und sehr klug“, sagt Angarano. „Und dann hat mir auch noch gut gefallen, dass wir alle am gleichen Strang gezogen haben – obwohl die Beteiligten ihre Arbeit von ganz verschiedenen Ansätzen her angingen.“
Coolidge empfindet ihren Part der Judith, Benjamins netter aber etwas weltfremder Mama, als echtes Geschenk. „Jared hat mir den Part am Weihnachtsabend angeboten,“ erinnert sie sich. „Ich dachte mir, dass die Rolle sehr tragisch sein würde, da er sie mir ausgerechnet an diesem Tag anbot. Und dann fürchtete ich auch noch, dass er sie mir anschließend wieder wegnehmen würde!“
Da Coolidge wusste, dass ihr Part zum Teil auf Hess’ Mutter basiert, beschloss sie, sich mit der „Quelle“ zu treffen. „Jennifer ging mit meiner Mutter Mittagessen, um herauszufinden, ob es irgendetwas gab, was sie ’kopieren’ konnte“, erinnert sich Hess. „Meine Mutter war sehr aufgeregt, als sie erfuhr, dass sie eine ihrer Lieblingsschauspielerinnen treffen würde. Sie ging extra zum Friseur und zog sich schick an. Sie legte sich mächtig ins Zeug. Als ich Jennifer dann später traf, sagte sie: ’Deine Mutter hat mit der Person im Skript rein gar nichts zu tun. Sie ist eine liebenswürdige Person und vollkommen normal!’“
Tatsächlich erkennt man Hess’ Liebe für seine Mutter auch im Drehbuch – zumindest behauptet dies Coolidge. „Jared ist einer dieser Menschen, der sich an viele Kleinigkeiten seines Lebens erinnern kann. Er tippt sie alle in seinen Computer ein und später fließt die eine oder andere Geschichte dann in eines seiner Drehbücher mit ein. Das macht seine Skripts so lebensnah, so anrührend. Manchmal bin ich beim Lesen einfach dahingeschmolzen, dann wieder habe ich mich vor Lachen gekrümmt.“ 
     Coolidge ist eine profilierte Schauspielerin und dem breiten Publikum am ehesten durch ihre komödiantischen Parts in AMERICAN PIE („American Pie“, 1999) oder BEST IN SHOW („Best in Show“, 2000) bekannt. Hess war von ihrer Umgänglichkeit besonders angetan. „Und sie weiß immer, wie man einen Lacher provoziert,“ sagt er. „Wir gaben ihr jede Menge schlechtes Material, aber sie hat es immer verstanden, einen Witz zu finden. Manchmal war das Team am Set nicht zu halten. Jennifer ist einfach unglaublich komisch und es ist ein Genuss, mit ihr zu arbeiten.“
Die Schauspielerin wiederum war von Hess beeindruckt. „Ich bin schon einige Jahre im Geschäft,“, sagt sie. „Ich habe schon in zahlreichen Filmen unter verschiedensten Regisseuren gearbeitet. Es ist sehr selten, dass man jemanden trifft, der, obwohl so jung, schon so erfahren und klug ist. Er hat immer eine Vision. Er hat schon tolle Filme gemacht und es werden noch einige gute dazukommen. Es ist seltsam, jemanden zu treffen, der schon so früh im Leben weiß, was er will und dies auch entsprechend umsetzt.“
Clement wurde gebeten, für zwei verschiedene Rollen vorzusprechen. Er sollte in GENTLEMEN BRONCOS entweder die Sci-Fi-Legende Dr. Ronald Chevalier oder den kleineren Part eines Workshoplehrers spielen, der sich auf Namen spezialisiert hat. „Ich machte mir Sorgen, dass ich dem Part des Chevalier nicht gewachsen sein würde“, gibt Clement zu. Aber ich sagte zu Jared: „Ich tue das, was du mir aufträgst zu tun. Daraufhin verschmolz er die beiden Parts zu einem. Ich spiele also quasi beide Rollen.“
    Der Part des Chevalier bedeutet für Clement den endgültigen Durchbruch. Bisher kannte man den Schauspieler am ehesten als glücklosen Neuseeländer namens Jemaine (!), der in der HBO-Comedy-Serie „Flight of the Conchords“ alles daran setzt, den Durchbruch im Musikgeschäft zu schaffen. „Mir gefällt, dass ich hier so wichtigtuerisch sein darf“, sagt er. Normalerweise spiele ich Nerds. Hier bin ich ein Obernerd, ein Idol für all die kleinen Nerds. Ich rede komisch und habe komische Hosen an. Ich habe an dem Part viel gearbeitet und mich dafür richtig ins Zeug gelegt.“
    Clement gibt zu, dass er früher auch ein Sci-Fi-Narr war: „Als Kind liebte ich Sci-Fi-Filme. Mir war im Prinzip vollkommen egal, worum es ging, Hauptsache, es gab einen Roboter, ein Raumschiff oder ein Schwarzes Loch...“
     Clement und Hess bereiteten sich auf den Dreh vor, indem sie sich gegenseitig Fotos von verschiedenen Haarschnitten mailten. „Ich sah mir nur Fotos von Sci-Fi-Autoren an“, erinnert sich der Schauspieler. „Wir fanden ganz tolle Bilder von Isaac Asimov mit überaus beeindruckenden Kotletten, die von seinen Schläfen abstanden wie Berge. Wir überlegten, ob wir diesen Look wählen sollten. Und dann hatte ich auch noch dieses Foto von Dean Koontz mit interessanter Topffrisur. Das haben wir für mich ausprobiert. Koontz steht diese Frisur ja, mir aber nicht, also nahmen wir davon Abstand.“
Hess führt auf, dass Clements üppige Haarpracht sie in Sachen richtiger Frisur für Chevalier durchaus vor gröbere Probleme stellte. „Zunächst überlegten wir, ob wir ihm eine Perücke aufsetzen sollten, aber er sagte, dass er genug Haare für jede Art von Frisur hätte. Wir sahen uns daraufhin verschiedene Schnitte an und machten auch noch Garderobetests. Wir klatschten versuchsweise seine Haare eng an seinen Schädel, aber dann entschieden wir uns doch, es wild wuchern zu lassen – das entspricht letztendlich auch dem Ego seiner Figur.“   
Der Regisseur arbeitete auch eng mit seinem Schauspieler zusammen, um die richtige Stimme zu finden. Hess dazu: „Jemaine kann diesen tollen amerikanischen Akzent und wir dachten ursprünglich, es wäre gut, Chevalier einen Amerikaner sein zu lassen. Aber dann entschied ich mich, ihn zu fragen, ob er Michael Yorks Stimme aus LOGAN’S RUN („Flucht ins 23. Jahrhundert“, 1976) nachmachen könnte. Jemaine ist ein fieser Kerl, eine ganz andere Art von Monster. Er hat seinen Part immer an seiner Frau „ausprobiert“ und sie war nach seinen Angaben darüber völlig baff.“
Um sich noch besser in den Autor hineinversetzen zu können, nahm Clement ein Hörbuch, das sein Filmpart „verfasst“ hatte, auf. Hör- und Bildproben hieraus gibt es auf der offiziellen Website ronaldchevalier.com zu begutachten. „Es sind insgesamt nur drei Minuten, die aber sind sehr aufschlussreich“, lacht Clement. „Hier erfahren sie alles über mein Buch Cyborg Harpies, Textproben wie ’Gorgana untersuchte den Schaden an ihren Milchkanonen, die im Nahkampf des Nachmittags Schaden erlitten hatten’ inklusive. Jede Menge lustiger Blödsinn also.“
Im Film trifft der in sozialen Belangen unterentwickelte Benjamin auf die selbstbewusste Tabatha, die von Halley Feiffer gespielt wird. Sie nimmt den jungen Mann unter ihre Fittiche – mit verheerenden Folgen. „Tabatha hat viel zu viel Selbstvertrauen, das gefiel mir sehr“, sagt Feiffer. Ich fühlte mich zu ihr hingezogen. Sie ist zwar nicht sehr nett zu Benjamin, aber sie besitzt ein gutes Herz.“
    Feiffer entstammt einer Autorenfamilie, entschloss sich aber schon während ihrer Grundschulzeit, Schauspielerin zu werden. „Ich komme vom Theater in New York, wo ich aufgewachsen bin“, erzählt die junge Schauspielerin. „Letzten Sommer habe ich Off-Broadway Comedy gemacht. Da war ich sehr nervös, denn es war mein erstes Mal. Bis dato war ich immer als ungeschickter, trauriger, selbst zerstörerischer, tätowierter und Pillen-schluckender Teen besetzt worden. Es bereitet mir wirklich Freude, nun Komödie machen zu dürfen.“
Der unkonventionelle Humor des Skripts und dessen dreidimensionalen Figuren erregten das Interesse Feiffers. „Ich mochte zuerst gar nicht glauben, wie witzig das Drehbuch war“, erinnert sie sich. „Ich las es in der Öffentlichkeit und fing immer wieder plötzlich hysterisch an zu lachen. Jeden Mal, wenn ich es von Neuem las, stieß ich auf eine andere witzige Stelle. Aber es ist gleichzeitig auch sanft und anrührend. Es geht einem wirklich ans Herz.“
    Feiffer gefiel auch die kollegiale Atmosphäre, die die Hesses am Set kreierten. „Jared und Jerusha haben das Drehbuch zwar geschrieben, es aber ganz klar gemacht, dass jeder seine eigenen Ideen mit einbringen sollte“, erzählt sie. „Wir arbeiteten also gemeinsam auf ein Ziel hin. Ich hatte gar nicht geglaubt, dass so etwas beim Film überhaupt geht. Ich dachte, einen Film machen ausschließlich der Regisseur und sein Cutter – und die Schauspieler haben nichts zu sagen.“
Hector Jimenez, der Lonnie Donoho spielt, gab in NACHO LIBRE, Hesses Vorläuferfilm von GENTLEMEN BRONCOS, sein aufsehenerregendes US-Filmdebüt. Hier spielt er nun den extravaganten jungen Filmregisseur, den Tabatha im Schlepptau hat. Der in Mexiko City geborene Jimenez war begeistert, wieder mit Hess kooperieren zu dürfen. „Ich würde für ihn vor der Kamera alles tun, was er von mir verlangt“, sagt der Schauspieler. In NACHO LIBRE ist es ihm gelungen, das Wesen des mexikanischen Wrestling-Geschäfts besser einzufangen als dies jeder mexikanische Filmregisseur hätte tun können. Ich glaube, er ist ein Genie.“
Der Topfhaarschnitt, den Clement verweigert hatte, kam bei Jimenez zur Anwendung. Er ist, wenn man so will, der unvorteilhafteste Filmhaarschnitt seit dem von Javier Bardem in NO COUNTRY FOR OLD MEN („No Country for Old Men“; 2007). „Am Anfang habe ich mich ein wenig vor der Frisur gefürchtet“, gibt Jimenez zu. „Aber dann habe ich mich fast in sie verliebt, sagt sie doch viel über den Charakter meiner Figur aus.“
Lonnie, ein erfolgreicher wenn auch nicht sonderlich begabter Filmemacher, optioniert Benjamins Skript, um daraus einen Spielfilm zu machen. Mit ungebremstem Selbstvertrauen macht er sich an die Arbeit, produziert, schreibt das Drehbuch und inszeniert. Und – nicht zu vergessen – er übernimmt auch selbst die weibliche Hauptrolle der hübschen Vanaya, Broncos exotischer glatzköpfiger Jugendfreundin. „Einige der Kostüme, die ich tragen musste, waren ein wenig unbequem“, sagt Jimenez. „Sie waren zum Teil sehr freizügig und ich fror in ihnen. Und dann musste ich noch eine Glatzkopfperücke tragen – es dauerte zwei Stunden, mir die anzupassen. Aber dafür sah sie dann auch klasse aus.“
Sam Rockwell spielt im Film zwei ganz unterschiedliche Parts. Zum einen ist er Bronco, Held von Benjamins Kurzgeschichte Yeast Lords (= Die Hefelords), zum anderen Brutus, Titelheld von Chevaliers Brutus and Balzaak.
    „Sam ist einer meiner absoluten Lieblingsdarsteller“, erzählt Hess. „Er war von Anfang an meine erste Wahl für den Part des Bronco. Ich war mir aber nicht im Klaren darüber, ob er auch die Rolle des Brutus in der plagiierten Fassung von Chevalier würde übernehmen wollen. Aber er tat es.“
     „Er war in beiden Parts unglaublich komisch“, fährt der Regisseur fort. „Er schüttelt viele Dinge einfach so aus dem Ärmel. Er ist brillant. Er hatte gerade unter der Regie von Duncan Jones MOON abgedreht, ein Drama, in dem er auch eine Doppelrolle hat. Eine ernste. In unserem Film sorgt er für die Lacher. Als er bei uns am Set in seiner ersten Szene im Laboratorium stand, bemerkte er: ’Ich erlebe gerade MOON wieder!’.“
„Jared hat zwei höchst ungewöhnliche Rollen geschrieben“, sagt Rockwell. „Nein, er hat für alle tolle Rollen geschrieben – fleischige, griffige, sorgfältig ausgearbeitete lustige Parts. Viel besser als mit Brutus und Bronco kann’s für einen Schauspieler nicht werden. Das Ganze war eine Art DR.-SELTSAM-Erfahrung. Wann darf man schon zwei Parts in einem Film übernehmen? Es war etwas ganz anderes im Vergleich zu all dem, was ich in den letzten Jahren gemacht habe. Es war verrückt und lustig.“
Rockwell behauptet, dass er sich für seinen Bronco sowohl vom alten Westen als auch dem neueren Osten inspirieren ließ: „Ich denke da an Robert Duvall und Tommy Lee Jones in der Miniserie „Lonesome Dove“ – gewürzt mit einer Prise Sam Elliott. Ich fragte Jared auch, ob ich mir vor Drehbeginn etwas Bestimmtes ansehen sollte. Er schickte mir daraufhin eine Kopie von TURKISH STAR WARS (Anm: wohl „Dünyayi kurtaran adam“ von Cetin Inanc, 1982) ein türkischer Film, den offensichtlich jemand gedreht hat, dem es nicht gelang, der Original STAR-WARS-Filme habhaft zu werden. Aus diesem Werk zog ich auch viel für meinen Bronco. Daneben ’bediente’ ich mich bei Han Solo, bei Indiana Jones, Flash Gordon, Buck Rogers sowie Captain Kirk und dem Leadsänger von Kansas.“   
Für den Brutus, Chevaliers wenig verklausuliertem Pendant der Hauptfigur aus Benjamins Mär, hatte Hess ganz spezifische Vorschläge. „Brutus ist eigentlich eher Jareds Kreation“, gibt Rockwell zu. „Ich probierte ein paar Stimmen für Brutus. Die gefielen ihm alle nicht. Er machte mir dann eine vor. Eine Art Boarderline-Benny-Hill, den es in WAITING FOR GUFFMAN („Wenn Guffman kommt“, 1996) verschlagen hat“.
Suzanne May ist in beiden Handlungssträngen Rockwells Partnerin, sie spielt Vanaya und Venonka, dessen Jugendfreundin, die Bronco bzw. Brutus dabei hilft, wieder die Kontrolle über die Hefefabrik zu erlangen. „Sam hat zwei ganz einzigartige Figuren geschaffen, den Cowboy und die Königin“, sagt May. „Bronco ist ein richtig tougher Westerner. Er hat viel um die Ohren. Er ist ein Hefelord. Sie haben ihm seine Eier gestohlen, die holt er sich nun zurück. Brutus wiederum ist ein Weichei, ein wenig feminin. Er interessiert sich nicht wirklich für Vanaya. Er ist eher in sich selbst verliebt.“
Als Referenz für ihre Rolle empfahl Jared Hess May, sich doch an das Mädchen aus DIE UNENDLICHE GESCHICHTE (1983) zu erinnern. „Sie ist eine ätherische Kreatur, nicht von dieser Welt“, weiß die junge englische Mimin. „Aber sie ist gleichzeitig auch ein zähes Biest und schlau genug, Bronco zu finden und sich mit ihm zusammen zu tun. Sie ist insgesamt mehr als nur eine Augenweide.“
Der Regisseur hatte zudem ganz spezifische Vorstellungen wie May auszusehen hatten. Und das gefiel der Schauspielerin auch: „Ganz wichtig für meine Transformation war natürlich mein Haar, meine Frisur. Ich werde nie den Tag vergessen, an dem sie mir meine Haare abrasierten. Ich fühlte mich sofort wie eine Sci-Fi-Figur. Freiwillig hätte ich mir nie eine Glatze rasiert, aber für den Part machte es absolut Sinn. Wenn ich mich im Spiegel sah, erkannte ich dort jemand ganz anderen. Plus: Die Glatze spart einem in der Früh jede Menge Zeit!“ 
 

IM LAND DES HEFELORDS
Die verrückten Sets und Landschaften von GENTLEMEN BRONCOS zeugen von üppiger Fantasie und von Jared Hess’ alter Begeisterung für Science Fiction und Fantasy. Die schräge Welt der Films, die mit schwer bewaffnetem Roboter-Rotwild und Zyklopenarmeen bestückt ist und in der Hoden-gefüllte Einmachgläser herumstehen, wurde in und um Salt Lake City im Bundesstatt Utah geschaffen. Hier sind die Hesses zu Hause und kennen sie sich aus. Die Stadt bietet mehrere Produktionsstätten, doch zu Zeiten des Drehs herrschte gerade ein gewisser Engpass.  
„In der Stadt gibt es nicht allzu viele Studios, wo man Sets aufbauen kann“, sagt Hess. „Es existieren einige, aber zu der Zeit waren viele besetzt, weil heftig gedreht wurde, unter anderem HIGH SCHOOL MUSICAL 3 („High School Musical 3: Senior Year“, 2008). Zum Glück fand unser Produktionsdesigner Richard Wright ein altes Möbellager, das gerade geschlossen worden war. Dort filmten wir jede Menge Szenen, etwa die in Benjamins Kuppelheim spielen oder das Labor mit den Hoden-Einmachgläsern bzw. die ganzen Greenscreen-Aufnahmen. Richard hat all das entworfen, er war wirklich unglaublich.“
Wright sagt, dass er geradezu wild darauf war, die verschiedenen Welten von GENTLEMAN BRONCOS zu kreieren. „Als ich das Skript zum ersten Mal las, habe ich mich geradezu gekrümmt vor Lachen“, erinnert er sich. „Das Ganze haben sich Leute mit außergewöhnlicher Fantasie ausgedacht. Jared und Jerusha haben hier etwas geschaffen, was weit jenseits der Vorstellungskraft der meisten Menschen liegt. Und je weiter das Projekt voranschritt, desto verrückter wurde es. Jared traut sich einfach und hat keine Angst, auch mal übers Ziel hinauszuschießen. Das macht meinen Job zum puren Vergnügen.“
Wright stand vor der schwierigen Aufgabe, mit sehr schmalem Budget zwei Sci-Fi-Welten zu bauen. „Da ich nicht mit endlosen Mitteln ausgestattet war, musste ich sehr kreativ werden“, erinnert er sich. „Wir verbrachten jede Menge Zeit in Second-Hand-Läden, auf Flohmärkten und Schrottplätzen. Wir sammelten alles, was wir für interessant hielten.“
„Anschließend nahmen wir unsere ’Beute’ auseinander, zerlegten sie in ihre Einzelteile und schauten dann, was wir daraus fabrizieren konnten. So kamen einige höchst merkwürdige Dinge zustande. Wir bauten unser futuristisches Labor, den Geschützturm und all diese anderen Elemente unserer Sci-Fi-Welt“, erinnert sich Wright. „Dieses Medizingehäuse, in dem Bronco erwacht und in dem er feststellt, dass man ihm die Hoden gestohlen hat, haben wir aus einem alten Fitnessgerät konstruiert, mit dessen Hilfe man seine Rückenmuskulatur strecken und stärken konnte. Wir haben es in einem örtlichen Second-Hand-Shop aufgetan. Wir bauten es ein wenig um, malten es an und peppten es mit ein paar Teilen aus einem Armeeladen auf. Auch Autoteile kamen zum Einsatz. Wir wollten einen ähnlichen Look haben wie in den alten Sci-Fi-Filmen der 60er und 70er Jahre, den Tagen vor STAR WARS und CGI.“
Hess half Wright mit all seinen ungewöhnlichen und vielfältigen Referenzen dabei, den entsprechenden Look für den Film zu finden. „Einige der Filme, die Jared beeinflussten, kannte er von YouTube“, erzählt der Designer. „Oder er kaufte per Internet Arbeiten von Filmemachern, von denen noch nie jemand etwas gehört hatte. Auch beim interaktiven Fernsehen bediente er sich, was freilich nicht heißt, dass er sich nicht auch bei den Klassikern auskennt. Obendrein orientiert er sich gerne an Amateurvideos.“
 Seine vielfältigen cineastischen Einflüsse gehen in Hess’ eigene Jugend zurück, in der er sich bereits in jungen Jahren an eigenen kleinen Filmen versuchte. „Einige der Kampfsequenzen basieren auf jenen lahmen Sci-Fi-Filmen, die ich als Kind drehte. Ich versuchte damals, immer Sachen nachzudrehen, von denen ich gelesen hatte, scheiterte aber immer mangels Geld und anderer Ressourcen.“
Um sich in die richtige Stimmung für den Film zu versetzen, schauten sich Hess und Wright einige alte Sci-Fi-Serien an, in denen Miniaturen eingesetzt worden waren, um unglaubliche schlechte und unglaubwürdige Spezialeffekte vorzutäuschen. „Da gab’s beispielsweise diese Raumschiffe, die vom Mond kamen, denen plötzlich diese merkwürdigen Typen entstiegen, die dann mit Mondbuggys in der Gegend herumfuhren“, lacht Wright. „Das hat uns gefallen, das fanden wir irgendwie süß. Damals, in den 70er und 80er Jahren, mussten Geländefahrzeuge mit sechs Rädern als Mondbuggys herhalten. Wir sahen uns um und stellten fest, dass es heute Allradwagen mit acht Reifen gibt – warum sich also mit sechs begnügen? Gesagt, getan. Wir malten sie an und bestückten sie mit Leuten in witzigen Kostümen. Fertig! Es war wirklich zum Schreien. Es ist schon toll, dass man einfache Alltagsdinge so umbauen kann, dass sie dann so aussehen als wären sie für den Mond bestimmt.“
    Doch trotz aller Fantasy am Set blieb Wrights Lieblingsschauplatz immer noch die reale Welt. „Besonders mochte ich Chevaliers Studio“, gesteht er. Es steht voller Zeug, das seiner bizarren Imagination entsprungen ist. Diese Skulpturen und Gemälde der Cyborg-Harpyien beispielsweise. Diese maskulin wirkenden Fabelwesen, die Laserstrahlen aus ihren Brustspitzen schießen und vage an Chevalier selbst erinnern. Das finde ich höchst amüsant.“
Die endlos weiten, sandigen und futuristischen Landschaften für GENTLEMEN BRONCOS fand man auf Stansbury Island, einer Halbinsel am westlichen Ende von Utahs Großem Salzsee. „Der Große Salzsee ist ein geographisch höchst einzigartiges Gebiet“, weiß Hess. „Er liegt nicht weit von den Bonneville Salzebenen entfernt. Er ist ein toter See und es gibt hier nichts außer Salinenkrebsen. Die Felsformationen sehen aus als wären sie von einem anderen Planeten und der Himmel ist hier immer tiefblau. Die Gegend war für unsere Zwecke hervorragend geeignet. Die immense Weite kam uns zu Gute und wir konnten wild vor uns hin sprengen. Wir konnten eigentlich alles machen, was wir wollten.“
Glaubt man jedoch Sam Rockwell, waren die Lebensbedingungen für Erdlinge hier wenig optimal. „Einer unser Kamerahelfer fertigte sich ein T-Shirt an auf dem stand: ’Ich habe Stansbury Island überlebt’“, erinnert er sich. „Es gab Tausende von Insekten und Mücken, die einem in die Haare und den Bart krabbelten. Und sie liebten meine Perücke. Dann noch das Salzwasser, das überall hineinfloss... Am schlimmsten aber waren die Stechmücken, sie waren so lästig, dass viele Teammitglieder diese Bienenhüte mit Schleier trugen.”
Hess’ Erfolg als Filmemacher beruht laut Wright aus zwei Stärken, die es ihm ermöglichen, seine manchmal absonderlichen Geschichten auf glaubwürdige Art zu vermitteln. „Jared erzählt seine Filme stets erfrischend offen und ehrlich. Er will beim Drehen seinen Spaß haben und auch, dass der Zuschauer dann Spaß hat, wenn er sich den fertigen Film ansieht. Er steht dem Leben positiv gegenüber, hat Freude daran und teilt dieses Gefühl mit seinen Mitmenschen.“
Darüber hinaus ist Hess auch ein versierter Erzähler, ein begnadeter Filmemacher. „Er erzählt pausenlos Geschichten“, sagt Wright. „Ich hatte so das Gefühl, dass GENTLEMAN BRONCOS in gewisser Weise durchaus autobiographisch ist. Wenn Jared über den Film erzählte, bekam man das Gefühl, dass gewisse Sachen daraus wirklich passiert sind oder tatsächlich hätten passieren können. Das ist kaum zu glauben, aber so ist es.“
„Er ist in der Lage, Dinge anders als die meisten Menschen zu sehen“, schließt Wright. „Das ist für mich der Kern seiner Filmarbeiten. Mögen sie noch so grotesk sein, sie beinhalten stets ein Körnchen Wahrheit und da herum baut er seine Geschichten. DARSTELLER
MICHAEL ANGARANO (Stuart)
Michael Angarano zählt zu den talentiertesten Schauspielern seiner Generation. In Hollywood hat er dank ganz unterschiedlicher Rollen bereits bleibenden Eindruck hinterlassen und gehört damit zu einem der meistgefragten Darsteller.
Demnächst wird Angarano die Dreharbeiten zu Max Winklers CEREMONY abschließen. Darin spielt er einen jungen Man, der die Hochzeit einer 30-Jährigen verhindern will, in die er sich Hals über Kopf verliebt hat.
Zuletzt konnte man Angarano neben Jackie Chan und Jet Li in Rob Minkoffs THE FORBIDDEN KINGDOM („Forbidden Kingdom“, 2008) bewundern. Eine weitere Rolle übernahm er an der Seite von Sam Rockwell und Kate Beckinsale in David Gordon Greens SNOW ANGELS („Engel im Schnee“, 2007). Der Film lief 2007 im Wettbewerbsprogramm des Sundance Film Festival und wurde von Warner Independent in die Kinos gebracht.
Seinen Durchbruch feierte Angarano an der Seite von Meryl Streep in Wes Cravens MUSIC OF THE HEART („Music of the Heart“, 1999). Kurz darauf sah man ihn gemeinsam mit Frances McDormand, Kate Hudson, Billy Crudup, Zooey Deschanel und Patrick Fugit in Cameron Crowes für den Oscar nominierten Film ALMOST FAMOUS („Almost Famous – Fast berühmt“, 2000).
In folgenden Leinwandwerken hat Angarano ebenfalls mitgewirkt: Catherine Hardwickes LORDS OF DOGTOWN („Dogtown Boys“, 2005) mit Heath Ledger und Emily Hirsch, Mike Mitchells SKY HIGH („Sky High – Diese Highschool hebt ab!“, 2005) mit Kurt Russell und Kelly Preston, Brad Ganns BLACK IRISH (2006), Alex Steyermarks ONE LAST THING („Das Traum-Date“, 2005) neben Cynthia Nixon, Thomas Vinterbergs DEAR WENDY („Dear Wendy“, 2004), Gary Ross’ SEABISCUIT („Seabiscuit – Mit dem Willen zum Erfolg“, 2003) mit Tobey Maguire und Jeff Bridges, David Evans’ THE FINAL SEASON (2007) mit Sean Astin und Rachael Leigh Cook und Michael Schroeders MAN IN THE CHAIR (2007) mit Christopher Plummer.
Im Fernsehen konnte man Angarano in vier Folgen der Hit-Serie „24“ an der Seite von Kiefer Sutherland bewundern. Eine Gastrolle als Jack McFarlands (Sean Hayes) Sohn Elliot übernahm er in der Emmy-gekrönten Komödie „Will and Grace“. Zu seinen weiteren TV-Arbeiten gehören Auftritte in „E.R.“, „CSI“, „Less Than Perfect“, „Summerland“ und „Kevin Hill“.
Angarano wurde im New Yorker Stadtteil Brooklyn geboren und lebt derzeit in Los Angeles.

JENNIFER COOLIDGE (Judith)
Jennifer Coolidge wuchs in Boston auf und besuchte die Norwell High School. Ihre Karriere als Komödiantin begann sie in New York City bei der Gotham City Improv Gruppe. Später ging sie nach Los Angeles, wo sie lange Jahre Mitglied der Groundlings war. Die Film- und Fernsehkarriere von Coolidge begann 1990 mit einem Auftritt in „Seinfeld“. Bestens bekannt ist sie für ihre Rolle als Stiflers Mutter in AMERICAN PIE („American Pie“, 1999) und AMERICAN PIE 2 („American Pie 2“, 2001). Darin spielt sie eine heißblütige Alkoholikerin, die die Klassenkameraden ihres Sohnes verführt. Höchst amüsante Rollen hatte Coolidge auch in LEGALLY BLONDE („Natürlich blond!“, 2001) und BEST IN SHOW („Best in Show“, 2000). Coolidges langjährige Erfahrung im Bereich Comedy hat letztlich dazu geführt, dass sie sich auch als versierte Charakterdarstellerin etablieren konnte, die wie kaum eine andere den komödiantischen Aspekt in ihre Figuren einfließen lassen kann.

JEMAINE CLEMENT (Chevalier)
    Der aus Neuseeland stammende Jemaine Clement hat schon in zahlreichen Projekten auf der Bühne, im Radio sowie bei Film und Fernsehen mitgewirkt.
    Jemaine Clement ist die eine Hälfte des mit dem Grammy ausgezeichneten Duos Flight of the Conchords. Die Gruppe, die sich selbst als „viertpopulärstes Folk-Parodie-Duo Neuseelands“ bezeichnet, benutzt für ihre Auftritte eine Kombination aus geistreicher Beobachtung, Charakterisierung und akustischen Folk-Guitarren. Ihr schrulliger Act wurde später in eine Radiosendung für die BBC umgewandelt. Dann folgte die Emmy-nominierte amerikanische TV-Serie „Flight of the Conchords“, die 2007 bei HBO erstmals ausgestrahlt wurde.
    Clement übernahm auch eine Hauptrolle in EAGLE VS SHARK („Eagle vs Shark“, 2007), bei dem Taika Waititi für Buch und Regie verantwortlich zeichnete.

HECTOR JIMENEZ (Lonnie Donaho)
    Hector Jimenez, in Guadalajara geboren, studierte Schauspiel in Tijuana, wo er auch in der von dem Schauspieler und Bühnenautor Edward Coward geleiteten „La Divina Fauna“ Company in ersten Theaterstücken auftrat.
    Jimenez hat bereits in mehreren Filmen mitgewirkt. Dazu gehören Ignacio Ortiz’ MEZCAL (2004), insgesamt ausgezeichnet mit fünf Arieles, dem wichtigsten Preis, den die mexikanische Filmindustrie zu vergeben hat, VOICES INOCENTES („Voices Inocentes – Unschuldige Stimmen“, 2004) von Luis Mandoki, NACHO LIBRE („Nacho Libre“, 2006) an der Seite von Jack Black, EPIC MOVIE („Fantastic Movie“, 2007) und KILLER PAD von Robert Englund.
    Zu seinen aktuellen Projekten gehören die Lemon Films Produktion NAVIDAD S.A. und Emilio Portes’ PASTORELA.

HALLEY FEIFFER (Tabitha)
    Halley Feiffer stammt aus der florierenden Independent-Filmszene von New York City und ist bekannt dafür, dass sie sich mit großer Freude besonders schwierige Rollen heraussucht, egal ob sie nun skurril, lustig oder auch dramatisch sind. Schnell avancierte sie zum Indie-Darling, bekannt für ihre Professionalität am Set und ihr liebenswürdiges Wesen hinter den Kulissen.
    Feiffer kann man auch in Oren Movermans THE MESSENGER (2009) bewundern. Der Film lief im offiziellen Programm des Sundance Film Festival 2009 und wurde auf der Berlinale 2009 sowohl mit dem Silbernen Bären für das Beste Drehbuch als auch mit dem Friedensfilmpreis ausgezeichnet. Auch in Deauville wurde der Film 2009 prämiert, und zwar mit dem Großen Preis. THE MESSENGER kam in den USA bei Oscilloscope Labratories am 13. November 2009 in die Kinos.
    Zu Feiffers aktuellem Projekt gehört TWELVE THIRTY, in dem sie neben Mamie Gummer zu sehen sein wird.
    Derzeit kann man Halley Feiffer off-Broadway in „Still Life“ bewundern. Das Stück wurde von Alexander Dinelaris geschrieben und von Will Frears inszeniert. „Still Life“ handelt von der Fotografin Carrie Ann (Sarah Paulson), deren Leben sich schlagartig ändert, als sie mit ihren inneren Dämonen konfrontiert wird. Feiffer spielt Jesse, Carrie Anns Protégé. Das Stück läuft im November 2009 im New Yorker Lucille Lortel Theatre.
    Ihre erste Filmrolle erhielt Feiffer im Alter von 15 Jahren. Unter der Regie von Kenneth Lonergan spielte sie in YOU CAN COUNT ON ME („You Can Count On Me“, 2000) neben Laura Linney und Mark Ruffalo. Es folgte Noah Baumbachs THE SQUID AND THE WAHLE („Der Tintenfisch und der Wal“, 2004) sowie Baumbachs nächster Film MARGOT AT THE WEDDING (2007). Dabei war Feiffer die einzige des SQUID-Ensembles, die auch in Baumbachs zweiten Film mitwirkte. Darüber hinaus übernahm sie eine Gastrolle in der beliebten HBO-Serie „Flight of The Concords“, die sie erstmals mit ihrem GENTLEMAN BRONCOS Ko-Star Jemaine Clement zusammenbrachte.
    Feiffer ist Absolventin der Wesleyan University und schreibt auch Theaterstücke. Ihre Arbeit wurde bereits auf dem Cherry Lane Theatre’s Young Playwrights Festival und dem Edinburgh Fringe Festival aufgeführt. Zudem gab es ausgewählte Lesungen am Arthur Seelen Theatre und dem Second Stage Theatre. Halleys Vater ist der mit dem Pulitzer Preis ausgezeichnete Bühnenautor und Cartoonist Jules Feiffer, ihre Mutter die berühmte Autorin und Schauspielerin Jenny Allen. Feiffer lebt im New Yorker Stadtteil Brooklyn.

JOSH PAIS (Todd Keefe)
    Mit einem soliden Background in Film, Fernsehen und Theater arbeitet Josh Pais nach wie vor in allen drei Medien als Schauspieler. Im Moment kann man ihn sowohl in einer festen Rolle als „Biederman“ in der Comedy Central Hit Show „Michael and Michael Have Issues“ (mit Michael Showalter und Michael Ian Black) bewundern wie auch in Tim Blake Nelsons LEAVES OF GRASS mit Edward Norton, einem der Lieblinge des diesjährigen Toronto Film Festivals. Zuletzt spielte Pais in folgenden Kinofilmen mit: Greg Mottolas ADVENTURELAND („Adventureland“, 2008), SYNECDOCHE, NEW YORK („Synecdoche, New York“, 2008) mit Philip Seymour Hoffman und Catherine Keener, bei dem Charlie Kaufman als Autor und Regisseur fungierte, neben Molly Shannon in YEAR OF THE DOG (2007), dem Regiedebüt des renommierten Autoren Mike White, das 2007 auf dem Sundance Film Festival Premiere feierte, und in einem weiteren Sundance-Favoriten, TEETH (2007), zu dem Mitchell Lichtenstein Drehbuch und Regie beisteuerte. Demnächst wird Pais in dem UNTITLED NICOLE HOLOFCENER PROJECT und in REUNION mit von der Partie sein.
Zu einer der ersten Rollen von Josh Pais, der im New Yorker Stadtteil East Village aufwuchs, gehörte die Figur des Raphael in TEENAGE MUTANT NINJA TURTLES („Turtles“, 1990), wo er der einzige Schauspieler war, der in seinem Part auch real zu sehen war. Er war auch der einzige, dessen Stimme für diesen Charakter aufgenommen wurde. In folgenden Kinofilmen war er ebenfalls mit an Bord: LIFELINES (2008), ASSASSINATION OF A HIGH SCHOOL PRESIDENT („Lange Beine, kurze Lügen“, 2008) mit Mischa Barton, THE KEY MAN (2007) mit Hugo Weaving, WATCHING THE DETECTIVES („Liebe lieber ungewöhnlich“, 2007) mit Cillian Murphy und Lucy Liu, NEAL CASSIDY (2007), JACKNIFE („Jacknife“, 1989) mit Robert De Niro, THE STATION AGENT („Station Agent“, 2003), Sidney Lumets FIND ME GUILTY („Find Me Guilty – Der Mafiaprozess“, 2006), LITTLE MANHATTAN („Little Manhattan“, 2005), A CIVIL ACTION („Zivilprozeß“, 1998) mit Robert Duvall, PHONE BOOTH („Nicht auflegen!“, 2002), ROUNDERS („Rounders“, 1998), MUSIC OF THE HEART („Music of the Heart“, 1999) mit Meryl Streep und im Oscar-gekrönten A BEAUTIFUL MIND („A Beautiful Mind – Genie und Wahnsinn“, 2001). Zudem war er Autor, Regisseur und Produzent des Dokumentarfilms 7TH STREET (2003).
Im letzten Sommer war Pais in der ESPN-Serie „The Bronx is Burning“, in der es um Baseball geht, zu sehen. Darin spielte er Phil Pepe, den legendären Reporter der NY Daily News. 2006 verkörperte er in der HBO-Hit-Serie „The Sopranos“ Zev Charney, den Anwalt von Corrado „Junior“ Soprano. Zu seinen weiteren TV-Arbeiten zählen „Damages“, „Rescue Me“, „Hope & Faith“, „Law and Order“, „Sex and the City“, „Homicide: Life on the Streets“ und „Star Trek: Deep Space Nine“.
Pais ist Erfinder und einziger Master Teacher des Committed Impulse Actor Training. Im Moment lehrt er gerade an der NYU und der Atlantic Theatre Company’s Acting School. Seine Kurse gab er auch schon in Yale und an The New School.
CLIVE REVILL (Cletus)
    Clive Revill wurde 1930 in Wellington, Neuseeland geboren. Er besuchte das Rongotai College und war Mitglied des Drama Club, wo er in seinem letzten Jahr den Shylock spielte. Im Anschluss daran wollte er eigentlich die Victoria University besuchen und danach als Buchhalter arbeiten.
    Damals war gerade die Old Vic Company aus London unter der Leitung von Laurence Olivier und Vivien Leigh auf Welttournee in Neuseeland und man bat Revill, doch dort einmal vorzusprechen. Kurz darauf wurde ihm ein Platz in der Schauspielschule angeboten. Gerade einmal 20 Jahre alt und mit dem besten Wünschen seiner Eltern sowie einem Stipendium der Regierung ausgestattet reiste Revill schließlich einmal um den halben Globus.
    Während einer Inszenierung in seinem letzten Jahr an der Old Vic Company wurde ein Regisseur, der im Publikum saß, auf Revill aufmerksam. Von ihm erhielt er eine Rolle in der New Yorker Broadway-Inszenierung von „Mr. Pickwick“, und damit nahm seine schauspielerische Karriere ihren Lauf.
    Revill ging nach London, nahm sich eine Agentur und arbeitete in einem kleinen Theater im West End, Londons berühmtem Bühnenviertel. In diesen Jahren spielte er eine ganze Reihe unterschiedlicher Charaktere, vom finsteren Bösewicht bis hin zum strahlenden Helden in Produktionen wie „Sherlock Holmes“, „The Jew of Malta“, „Oliver!“ und „My Fair Lady“ in London, Las Vegas und New York.
    In den 1960er Jahren trat der klassisch ausgebildete Schauspieler in Filmen an der Seite von Darstellerinnen wie Brigitte Bardot auf. Dafür bekannt, dass er sich in die unterschiedlichsten Rollen hineindenken kann, spielte Revill unter anderem Charaktere aus China, Russland, Italien und Frankreich. Zu seinen Arbeiten für das Kino zählen MODESTY BLAISE („Modesty Blaise – Die tödliche Lady“, 1996), THE LITTLE PRINCE („Der kleine Prinz“ 1974), CRIME AND PUNISHMENT („Crime and Punishment – Du sollst nicht töten“, 2000) und MATHILDA („Mathilda“, 2002). Im Laufe der Jahre konnte Revill seine Fähigkeiten weiter verfeinern. Dies gelang insbesondere durch die Zusammenarbeit mit so renommierten Regisseuren wie Otto Preminger, Joseph Losey, Irvin Kershner und Frank Schaefer.
    Revill ist stolzer Vater einer Tochter namens Kate, ihres Zeichens Absolventin der USC, die derzeit die medizinische Fakultät besucht. Er lebt inzwischen im kalifornischen Sherman Oaks, wo er weiterhin für Film und Fernsehen arbeitet.

EDGAR OLIVER (Duncan / Lord Daysius)
    Edgar Oliver stammt aus Savannah, Georgia und ist als Schauspieler, Bühnenautor, Dichter und Performance-Künstler aktiv. Derzeit lebt und arbeitet er in New York, wo er mehrere Stücke geschrieben hat, darunter „The Drowning Pages“, das 2000 von der La MaMa Experimental Theater Company produziert wurde. Des Weiteren ist er bekannt für seine Rolle in der Cliplight Theater Company Inszenierung von „Edward II“, seinen Part in der Axis Theater Company Inszenierung von „A Glance in New York“ und seine autobiografische One-Man-Show „East 10th Street: Self Portrait With Empty House“, die mit dem Fringe First Award ausgezeichnet wurde.
    Darüber hinaus übernahm Oliver Hauptrollen in dem mit dem Independent Spirit Award prämierten THE JIMMY SHOW (2001) sowie in dem mehrfach preisgekrönten HENRY MAY LONG (2008). Zudem hat Oliver drei Gedichtbände veröffentlicht, sie tragen folgende Titel: A Portrait of New York by a Wanderer There, Summer und The Man Who Loved Plants.

SAM ROCKWELL (Bronco / Brutus)
    Sam Rockwell zählt zweifellos zu den dynamischsten Schauspielern seiner Generation. Er sucht sowohl in Independent- als auch in Studioproduktionen immer wieder nach neuen Herausforderungen.
    Erst vor kurzem spielte er in dem britischen Sciencefiction-Film MOON („Moon“, 2009) von Duncan Jones und in Ron Howards Studio Universal Produktion FROST/NIXON („Frost/Nixon“, 2008). Abgedreht ist außerdem THE WINNING SEASON von James C. Strouse sowie Kirk Jones’ Miramax-Produktion EVERYBODY’S FINE mit Robert De Niro und Drew Barrymore.
    Rockwell hat einige ganz bemerkenswerte Charaktere in den unterschiedlichsten Filmen kreiert. Dazu gehören Andrew Dominiks von der Kritik umjubelter THE ASSASSINATION OF JESSE JAMES BY THE COWARD ROBERT FORD („Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford“, 2007), David Gordon Greens SNOW ANGELS („Engel im Schnee“, 2007), die Komödie WELCOME TO COLLINWOOD („Safecrackers oder Diebe haben’s schwer“, 2002) der Russo-Brüder, David Mamets HEIST („Heist – Der letzte Coup“, 2001), der Blockbuster CHARLIE’S ANGELS („3 Engel für Charlie“, 2000) und Frank Darabonts für den Oscar nominierten THE GREEN MILE („The Green Mile“, 1999). Eine weitere Rolle übernahm er in dem DreamWorks-Kassenhit GALAXY QUEST („Galaxy Quest – Planlos durchs Weltall“, 1999).

    In folgenden Filmen hat Rockwell ebenfalls mitgewirkt: CHOKE („Choke – Der Simulant“, 2008), Clark Greggs Adaption von Chuck Palahniuks gleichnamigem Roman, JOSHUA („Joshua“, 2007), THE HITCHHIKER’S GUIDE TO THE GALAXY („Per Anhalter durch die Galaxis“, 2005), Ridley Scotts MATCHSTICK MEN („Tricks“, 2003), Woody Allens CELEBRITY („Celebrity – Schön. Reich. Berühmt“, 1998), Michael Hoffmans A MIDSUMMER NIGHT’S DREAM („Ein Sommernachtstraum“, 1999), John Duigans LAWN DOGS („Heimliche Freunde“, 1997), John Hamburgs SAFE MEN („Safe Men – Die Safe Spezialisten“, 1997), Saul Rubineks schwarze Komödie JERRY AND TOM („Jerry & Tom – Killer unter sich“, 1997), Tom DiCillos BOX OF MOONLIGHT („Box of Moonlight“, 1996), Peter Cohns DRUNKS (1995), Paul Schraders LIGHT SLEEPER („Light Sleeper“, 1992) und Uli Edels LAST EXIT TO BROOKLYN („Letzte Ausfahrt Brooklyn“, 1989). Sein Kinodebüt gab er, als er gerade an der High School of the Performing Arts in San Francisco studierte, und zwar in Victor Salvas CLOWNHOUSE („Clownhouse“, 1989).
    Für sein Porträt des Chuck Barris in George Clooneys CONFESSIONS OF A DANGEROUS MIND („Geständnisse – Confessions of a Dangerous Mind“, 2002) bekam Rockwell nicht nur Kritikerlob, er erhielt auch den Silbernen Bären der Internationalen Berliner Filmfestspiele und wurde von Movieline mit dem Breakthrough Performance of the Year Award ausgezeichnet. Darüber hinaus bekam er für seine Leistung in JOSHUA den Darstellerpreis auf dem Sitges International Film Festival in Katalonien sowie den Decades Achievement Award des Rehoboth Beach Independent Film Festivals.
    Auf der Bühne trat er neben Eric Bogosian am The Public Theater in „The Last Day of Judas Iscariot“ auf. Bei der LAByrinth Theater Company Inszenierung führte Philip Seymour Hoffman Regie. Zudem sah man Rockwell in dem zur EST Marathon-Serie zählenden „Face Divided“ sowie in der off-Broadway Produktion von „Goose-Pimples“, das aus der Feder des angesehenen Autoren und Regisseurs Mike Leigh stammt. Des Weiteren übernahm er Rollen in „The Dumb Waiter“ und „Hot L Baltimore“ im Rahmen des Williamstown Theatre Festival. Bei beiden Stücken führte Joe Montello Regie.
STAB
JARED HESS (Drehbuch / Regie / Ausführende Produktion)
Jared Hess studierte an der Brigham Young University, wo er auch seine Frau und Ko-Autorin Jerusha kennen lernte. Während seines Studiums an der Filmschule inszenierte er sowohl den Kurzfilm PELUCA (Slamdance Film Festival 2003) als auch seinen ersten abendfüllenden Spielfilm NAPOLEON DYNAMITE („Napoleon Dynamite“, 2003, Sundance Film Festival 2004). In der Folge war er Ko-Autor und Regisseur der Paramount-Produktion NACHO LIBRE („Nacho Libre“, 2006).
GENTLEMEN BRONCOS ist die nunmehr dritte Kinoarbeit von Jared Hess. Mit seiner Frau und den beiden Kindern lebt er in Salt Lake City, Utah.

JERUSHA HESS (Drehbuch / ausführende Produktion)
    Jerusha Hess besuchte die Brigham Young University, wo sie ihren späteren Ehemann Jared kennen lernte. Bei NAPOLEON DYNAMITE („Napoleon Dynamite“, 2003) fungierte sie nicht nur als Ko-Autorin, sie besorgte auch das Kostümdesign. Darüber hinaus war sie auch Ko-Autorin der Drehbücher zu NACHO LIBRE („Nacho Libre“, 2006) und GENTLEMEN BRONCOS. Sie lebt zusammen mit ihrem Mann und den zwei Kindern in Salt Lake City, Utah.

MIKE WHITE (Produktion / Dusty)
    Mike White ist Autor, Schauspieler und Regisseur, der bereits bei folgenden Projekten mitgewirkt hat: CHUCK AND BUCK („Chuck & Buck“, 2000), THE GOOD GIRL („The Good Girl“, 2001), SCHOOL OF ROCK („School of Rock“, 2003), ORANGE COUNTY („Nix wie raus aus Orange County“, 2001), YEAR OF THE DOG (2007), NACHO LIBRE („Nacho Libre“, 2006), „Freaks and Geeks“ und „Pasadena“. Außerdem wurde er bereits als Autor, Schauspieler und für seine Tierliebe ausgezeichnet. Er hat auch schon mal einen knallharten Kommentar für die New York Times geschrieben und belegte zusammen mit seinem Vater Mel den sechsten Platz bei der US-Game-Show „The Amazing Race“. Im Moment arbeitet er gerade als Autor und Regisseur an einer Show mit Laura Dern für HBO, die den Titel „Enlightened“ trägt.

JOHN J. KELLY (Produktion)
    John J. Kelly stammt aus dem englischen Liverpool und wuchs in Phoenix, Arizona auf. Schon früh wurde sein Interesse für das Theater geweckt und so landete Kelly unweigerlich in der Unterhaltungsbranche.
    Seine Laufbahn begann Kelly bei einer unabhängigen Produktions- und Verleihfirma, die pro Jahr zehn Filme realisierte. Zunächst wurde er als Production Controller eingestellt. Doch schon bald hatte er sämtliche Stufen vom Aufnahmeleiter bis zum Herstellungsleiter durchlaufen, bis er schließlich der Produktion vorstand. In dieser Funktion war Kelly für die Produktion und Produktionsüberwachung von mehr als 70 Fernseh-Episoden, 40 Spielfilmen und zahlreichen Musikvideos des Studios verantwortlich.
    Zu seinen Kinoarbeiten zählen SPARTAN („Spartan“, 2004), TRISTAN & ISOLDE („Tristan & Isolde“, 2006), THE WORLD’S FASTEST INDIAN („Mit Herz und Hand“, 2005), THE BLACK DAHLIA („Black Dahlia“, 2006), INTO THE WILD („Into the Wild“, 2007) und – ganz aktuell – WARRIOR.

BEN LeCLAIR (Ausführende Produktion)
    Ben LeClair diente erst vor kurzem als Produzent von YEAR OF THE DOG (2007), für den Mike White als Autor und Regisseur verantwortlich zeichnete. Der Film mit Molly Shannon in der Hauptrolle wurde von LeClair und White über dessen Rip Cord Productions, bei der LeClair zuvor als Vice President fungierte, produziert.
    Des Weiteren fungierte LeClair als Assoziierter Produzent von NACHO LIBRE („Nacho Libre“, 2006) mit Jack Black in der Hauptrolle. Das Drehbuch dazu stammt aus der Feder von Jared Hess, Jerusha Hess und Mike White, Regie führte Jared Hess. White und Black produzierten NACHO LIBRE über ihre Firma Black and White Productions, wo LeClair die Entwicklungsabteilung leitete. Vor seiner Tätigkeit bei Black and White arbeitete LeClair als Assistent von Mike White bei der Fox-Show „Cracking Up“.
    LeClair, der aus Massachusetts stammt, schloss die University of Kansas im Fach Journalismus erfolgreich ab. Bevor es ihn an die Westküste verschlug, arbeitete er in den Redaktionen von The Improper Bostonian, Boston Magazine und Pollstar (UK).

MUNN POWELL (Kamera)
    Munn Powell dreht seit zehn Jahren Werbespots, Dokumentationen und Kurzfilme. Der Kameramann lebt in Salt Lake City, Utah. Seine Arbeiten, egal ob fiktional oder dokumentarisch, haben ihn bereits nach Europa, in den Pazifik und nach Südamerika geführt. NAPOLEON DYNAMITE („Napoleon Dynamite“, 2003), Powells erster Kinofilm, lief 2004 auf dem Sundance Film Festival und avancierte bei seinem US-Kinostart zu einer der populärsten Komödien im ganzen Land. Zu seinen Kunden aus der Werbebranche zählen so etablierte Marken wie McDonalds, Moviefone, Microsoft, Del Taco, Helio und die Citibank.

RICHARD A. WRIGHT (Produktionsdesign)
    Richard A. Wright absolvierte sowohl an der School of Visual Arts in New York City als auch an der North Carolina School of the Arts ein Filmstudium. Kurz nach seinem Abschluss erhielt er auch schon seinen ersten Auftrag. Er besorgte das Produktionsdesign von David Gordon Greens Regiedebüt GEORGE WASHINGTON (1999), das für seine pompöse Optik und den Südstaaten-Gothic-Stil gerühmt wurde. Im Anschluss daran arbeitete Wright weiter mit Green zusammen. Es entstanden der Sundance-Sieger ALL THE REAL GIRLS (2002), der visuell besonders ausdrucksstarke UNDERTOW („Undertow – Im Sog der Rache“, 2004) und SNOW ANGELS („Engel im Schnee“, 2007). Zu seinen weiteren Arbeiten zählen Craig Zobels GREAT WORLD OF SOUND (2006) und Ramin Bahranis CHOP SHOP (2007), der auf dem Filmfest von Cannes Premiere feierte und von Roger Ebert zu einem der Topfilme des Jahres 2008 gekürt wurde.
    Neben seiner Tätigkeit als Produktionsdesigner arbeitet Wright auch als Produzent bei Mortimer Jones, einer Produktionsfirma für Werbespots und Musikvideos, die Wright mitbegründete. Zudem produzierte er den mit dem Gotham Award ausgezeichneten GREAT WORLD OF SOUND. Zuletzt besorgte Wright das Produktionsdesign zu Branden Kings HERE, der ausschließlich in Armenien entstand.

YUKA RUELL (Schnitt)
    Yuka Ruell, die in Massachusetts aufwuchs, ist Absolventin der Filmschule der Brigham Young University und lebt inzwischen in Los Angeles. Zu ihren aktuellen Arbeiten als Cutterin gehören die Spielfilme I’M REED FISH („Mein Name ist Fish“, 2006) mit Alexis Bledel sowie NAPOLEON DYNAMITE („Napoleon Dynamite“, 2003), bei dem sie den zusätzlichen Schnitt besorgte und beim Entwerfen der Kostüme mithalf. Sie ist mit dem Regisseur Aaron Ruell verheiratet.

DAVID WINGO (Musik)
    David Wingo, in Texas geboren und aufgewachsen, ist ein begabter Musiker und Komponist. Die ersten Jahre verbrachte er damit, im hauseigenen Studio zu komponieren. In dieser Zeit lebte er wahlweise in Texas und New York. Mit Regisseur David Gordon Green arbeitet Wingo schon seit dem Jahr 2000 zusammen. So komponierte er die Musik zu Filmen wie GEORGE WASHINGTON (1999), ALL THE REAL GIRLS (2002) und SNOW ANGELS („Engel im Schnee“, 2007). Nach einem Gig auf dem Olla Podrida Mexican Market in Texas begann Wingo unter dem Künstlernamen Ola Podrida aufzutreten. Sein zweites Album, das den Titel „Belly of the Lion“ trägt, erscheint im November 2009.

APRIL NAPIER (Kostüme)
    Zuletzt hat April Napier an den Kostümen von Spencer Sussers HESHER mit Joseph Gordon-Levitt und Natalie Portman gearbeitet, der 2010 in die Kinos kommen soll, und war für die Kostüme von Erick Zoncas JULIA („Julia“, 2007) mit Tilda Swinton verantwortlich, der 2008 auf der Berlinale seine Uraufführung erlebte.

    Darüber hinaus besorgte sie das Kostümdesign für Tony Kayes BLACKWATER TRANSIT (2009) mit Laurence Fishburne, Karl Urban und Brittany Snow, für Julian Goldbergers THE HAWK IS DYING (2006) mit Paul Giamatti, Michelle Williams und Michael Pitt, der auf den Festivals in Sundance und Cannes gezeigt wurde, und für THUMBSUCKER („Thumbsucker“, 2004), dem Kinoregiedebüt von Mike Mills, das 2005 auf dem Sundance Film Festival Premiere feierte. In den Hauptrollen: Tilda Swinton, Vincent D’Onofrio, Keanu Reeves, Vince Vaughn und Lou Pucci. Auch bei Tarsem Singhs THE CELL („The Cell“, 2000) und Neil La Butes YOUR FRIENDS AND NEIGHBORS („Männer, Frauen und die Wahrheit über Sex“, 1998) war sie für die Kostüme zuständig.
    Napier hat auch bei der Entstehung von zahlreichen Werbespots mitgewirkt, unter anderem für so weltberühmte Firmen wie Nike, Jordan Brand, Volkswagen, BMW, Mercedes-Benz, Adidas, Sprint, Nokia und Revlon. Auf ihr Kostümdesign-Talent griffen bereits so renommierte Regisseure wie Robert Altman, Wong Kar Wai, Michael Mann, Jonathan Glazer, Francis Lawrence, Jake Scott, Bryan Singer und Mike Mills zurück.
    Zu ihren zahlreichen Arbeiten für Musikvideos zählt auch das preisgekrönte „Closer“ von Nine Inch Nails, das Mark Romanek inszenierte. Für Clips folgender Musikformationen hat Napier ebenfalls die Kostüme angefertigt: The Killers, Radiohead, Foo Fighters, Alanis Morissette, The Wallflowers, David Bowie, Marilyn Manson, Morrissey, Macy Gray, Lenny Kravitz, Wyclef Jean, Beth Orton, Live, Soundgarden und Bush. Ihr Design konnte man auch schon in Magazinen wie Rolling Stone, Interview Magazine, Paper Magazine und Details bewundern.

RANDALL POSTER (Musiküberwachung)
    Zu den aktuellen Arbeiten von Randall Poster im Bereich Musiküberwachung gehören Drew Barrymores WHIP IT (2009), Todd Phillips’ THE HANGOVER („Hangover“, 2009) und Sam Mendes’ AWAY WE GO („Away We Go – Auf nach Irgendwo“, 2009).
    Mit AWAY WE GO setzte Randall Poster seine Zusammenarbeit mit Regisseur Mendes fort, die bereits mit JARHEAD („JarheadWillkommen im Dreck“, 2005) begonnen hatte. Auch bei Mendes’ preisgekröntem Werk REVOLUTIONARY ROAD („Zeiten des Aufruhrs“, 2008) zeichnete Poster für die Musiküberwachung verantwortlich.
    Derzeit kann man Posters Arbeit in FANTASTIC MR. FOX („Der fantastische Mr. Fox“, 2009), einer von Wes Anderson inszenierten, animierten Leinwand-Adaption von Roald Dahls gleichnamiger Vorlage, hören. US-Start ist im November 2009, der deutsche Start ist für Mai 2010 vorgesehen.