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My Name Is Khan Film Trailer

FSK Film: Dieser Film hat die FSK Freigabe 12 Jahre
Länge: 126 Min | Kinostart: 10.06.2010 | DVD/BD: 22.10.2010 (DVD) | ©  Twentieth Century Fox | 
 
 
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My Name Is Khan Film Trailer: Weitere Infos

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• Ausschnitte aus dem Film
• Making of zum Film

• Special: Die Story
• Special: Tere Naina
• Special: Arbeit
• Special: Bollywood

• Shah Rukh Khan im Videointerview

Die Story zu My Name Is Khan Film Trailer:
Rizvan Khan ist ein indischer Moslem, ein scheuer, kluger Mann mit Asperger-Syndrom, der sich bedingungslos in die schöne Mandira verliebt, eine alleinerziehende Mutter hinduistischer Herkunft, die in den Staaten versucht, ihren Traum vom Erfolg zu verwirklichen. Als ihr Familienglück ohne Vorwarnung auseinander gerissen wird, begibt sich Khan auf eine mutige Reise quer durch das zeitgenössische Amerika und lernt dabei das Land in all seinen vielschichtigen Facetten kennen. Der friedfertige, einfühlsame Kahn berührt die Menschen, denen er begegnet und im Namen der Frau, die er liebt, stellt er sich der Welt mit folgenden schlichten Worten vor Mein Name ist Khan, und ich bin kein Terrorist.

Schauspieler:
Shah Rukh Khan, Kajol, Christopher B. Duncan, Steffany Huckaby, Carl Marino, Katie A. Keane, Douglas Tait, Shane Harper, Jimmy Shergill, Tanay Chheda, Mel Fair, Parvin Dabas, Big Spence, Harmony Blossom, Nicolas Pajon, Christine Quynh Nguyen, Sheetal Menon, Patrick Weil, Michael William Arnold, Raul Bustamante, Jeremy Kilpatrick, Alexi Torres, Ethynn Tanner Cerney, James D. Weston II, Tracy Weisert, Arjun Mathur, Benny Nieves, Adrian Kali Turner, Leslie Thurston, Reed Rudy, Kristen Marie Holly, Len Anderson IV, Montgomery Paulsen, Arif Zakaria, Julien Zuccolin, Anthony Santana, Sonya Jehan, Retson Ross, Mike Howard, Kevin Oestenstad, Sheila Cavalette, Dominic Renda, Mark S. Porro, Joel Schmidt, Marquis Scott, Brett Glazer, Ilona Gugan, Laurence Brown

Hintergrund:
Ein dramatisches Epos, das sich mit dem Amerika nach dem 11. September 2001 beschäftigt, würde man eigentlich von einem US-Filmemacher erwarten. Doch diese Katastrophe hatte Auswirkungen, die über geografische und ideologische Grenzen hinausreichen, und inspirierte Kulturschaffende auch in Ländern, in denen man nicht damit gerechnet hätte. Einer davon war der indische Regisseur Karan Johar. Für ihn war MY NAME IS KHAN die Chance, einer von kultureller Intoleranz und Missverständnissen geplagten Welt eine neue Perspektive zu vermitteln.


 

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DIE ENTSTEHUNG VON „MY NAME IS KHAN”
„Es handelt sich hier um eine epische Liebesgeschichte von zwei Menschen, die beide die Welt auf ganz besondere Weise sehen.” Regisseur/Drehbuchautor Karan Johar

DIE REISE BEGINNT
In Johars Vision verbinden sich persönliche und epische Elemente, und er wollte sie in eine Rahmengeschichte einbinden, die von einem multikulturellen indischen Paar in den Staaten nach den Ereignissen des 11. Septembers handelt. Seine Protagonisten sollten sich mit den gleichen sozialen Spannungen auseinandersetzen, wie viele Menschen aus Südostasien, die man gedankenlos, nur aufgrund ihres Aussehens und ihrer kulturellen Eigenheiten, als Terroristen abstempelte. Darüber hinaus wollte Johar die Wirkung dieser Dynamik auf die Sikhs verstehen lernen, die aus Angst vor Verfolgung ihre eigene religiöse Identität verleugneten. Um diesen kraftvollen politischen Themen ein menschliches Gesicht zu verleihen, musste er einen Erzählstrang schaffen, der allen Publikumsschichten ein universelles und emotionales Kinoerlebnis bot.

„In seinem Kern ist MY NAME IS KHAN eine epische Liebesgeschichte über zwei Menschen, die beide die Welt auf eine ganz besondere Weise sehen,” so Johar über seinen Film. „Mit jedem meiner Filme versuche ich etwas Neues, aber alle haben eines gemeinsam: Es gibt unzählige Varianten, wie sich zwei Menschen ineinander verlieben und trotz jeglicher Art von Bedrohung ihre Liebe bewahren können. Und diese verschiedenen Möglichkeiten wollte und will ich erkunden.”

Johar gibt zu, dass er sich zu Geschichten hingezogen fühlt, die die verschiedenen Schichten einer Beziehung offenlegen und von Mitgefühl, Hingabe und Opferbereitschaft erzählen. Für den 37jährigen besitzt jeder Mensch „eine besondere Stärke”, die ihm hilft, immer wieder zum eigentlichen Kern des Lebens zurückzufinden: dem Miteinander.

Der Filmemacher führt seine Charaktere und das Publikum durch verschiedene Welten, solche, die ihnen Schutz und Unterstützung gewähren und solche, die sie mit Bitterkeit und Wut konfrontieren. Nur so kann man die Reaktionen der Menschen auf bestimmte Fragen und Situationen verstehen. Aus diesem Grund waren die Eindrücke, die Johar auf einer eigenen Reise durch Amerika sammeln konnte, eine wichtige Quelle, als er MY NAME IS KHAN entwickelte. So konnte er den Hauptfiguren Rizvan und Mandira eine große Authentizität verleihen.

„Wenn Rizvan und Mandira einen Moment der Nähe miteinander erleben,” so Johar, „dann muss man verstehen, wie emotional diese Situation für sie ist. Denn sie drücken ihre Liebe auf eine Weise aus, die absolut nicht den bisherigen Normen des Bollywood- bzw. Hindi-Kinos entspricht.”

Auf seinen Reisen durch die Staaten war Johar bei vielen Leuten zu Gast und diskutierte dabei häufig über die Themen, die die intellektuellen Inder in New York am meisten bewegen. Seine Gesprächspartner erzählten ihm voller Leidenschaft von den Nöten, die ihre ganz normalen Landsleute in Amerika erleben. Die seien keine Intellektuellen und kaum imstande, sich gegen die Flut der Anfeindungen und Konflikte zu wehren, die die Attentate des 11. Septembers ausgelöst haben. 

„Ich fragte mich, welche Wirkung diese Stimmung und diese Angst auf ein Hindu-Moslem-Paar haben würden,” so Johar. „Würde diese Unruhe von außen auch auf ihr Privatleben übergreifen und die Basis ihrer Ehe in Frage stellen? Würde die Hindu-Ehefrau ihrem Moslem-Mann die Schuld geben, weil man sie wegen ihres Nachnamens verhört und verhöhnt? Um die Geschichte dieses Paares und von den Veränderungen in ihrem Leben zu erzählen, wollte ich die Gesellschaftsstrukturen der USA aus der Perspektive dieser beiden arglosen Menschen aufzeigen, die in einen politischen Konflikt und in ein Klima politischer Meinungsmache geraten.“

Auf seiner Recherchereise durch die Vereinigten Staaten traf der aus Mumbai stammende Johar sich mit Vertretern lokaler Moslem-Organisationen, die ihm erzählten, wie sie nicht nur in den Metropolen, sondern auch in den kleinsten Kleinstädten schikaniert wurden. „Ich erfuhr aus erster Hand, was es für ein Gefühl war, als man ihre Moscheen mit Steinen und Flaschen bewarf, ihre Läden verwüstete und ihre Kinder in der Schule drangsalierte. Und ich fragte mich, ‘Verstehen diese Leute, diese hoch gebildeten Amerikaner nicht, dass man einen ganzen Kontinent nicht wegen der Gräueltaten einer kleinen Gruppe diskriminieren darf?’ Schließlich habe ich begriffen: Sie können es nicht verstehen, denn keiner zeigt es ihnen. In dem Moment verstand ich, dass die Geschichte von Rivzan und Mandira eine überaus tiefe Wirkung haben kann und einer erschütterten Nation eine Botschaft der Toleranz vermitteln kann.“

WER IST KHAN: Die Entstehungsgeschichte eines unkonventionellen Helden 
Nach seiner Rückkehr aus den Staaten kontaktierte Johar Drehbuchautorin Shibani Bathija, mit der er schon bei seinem letzten Film KABHI ALVIDA NAA KEHNA („Kabhi alvida naa kehna --  Bis dass das Glück uns scheidet”, 2006) zusammengearbeitet hatte. Bathija war von der Chance, eine andere Art von Liebesgeschichte zu erzählen, mehr als angetan und stürzte sich mit Begeisterung auf die Herausforderung.
 
„Karans Stärke als Geschichtenerzähler liegt in seiner Fähigkeit, auch feine Nuancen in Beziehungen wahrzunehmen und zu verstehen, die die meisten von uns übersehen”, so Bathija. „Wenn er sich mit anderen Leuten in einem Zimmer aufhält, beobachtet er sehr genau die Dynamik, die sich zwischen ihnen entwickelt. Wenn er seine Charaktere nicht kennt, erfindet er für sie eine eigene Hintergrundgeschichte.

Seine Filme erzählen so einfach wie möglich von Liebe und Freundschaft, aber sie erflachen nicht die Komplikationen und Kämpfe, die moderne Paare im In- und Ausland durchmachen. Mit MY NAME IS KHAN wollten wir nicht die Geschichte des typischen indischen Filmhelden erzählen, sondern die eines Mannes und eines Paares, deren Leben sich von unserem aus einem ganz bestimmten Grund unterscheidet.
 
Eine der wichtigsten Aufgaben der Autoren war es, einen passenden Grund für Rivzan Khans Reise zu finden. Noch entscheidender war es aber, aus dem Bedürfnis des Helden, sich mit „Mein Name ist Khan und ich bin kein Terrorist” vorzustellen, keine Polemik entstehen zu lassen, die die emotionale Wahrheit der Geschichte hätte abschwächen können.

„Wir begriffen sehr früh, dass die Geschichte nicht zu moralisierend werden durfte”, so Johar. „Ebenso wenig durfte der Protagonist die Welt in Schwarz-Weiß-Kategorien sehen. Wir wollten auch nicht, dass er aggressiv oder arrogant war. Seine Reise sollte nichts Selbstgerechtes an sich haben – das hätte nur anmaßend und überspannt gewirkt. Wir wollten, dass seine Absichten ehrlich waren.”

In zahllosen Diskussionen und Brainstorming-Sitzungen entwickelten Johar und Bathija eine einzigartige Lösung: Sie wollten aus Rizvan einen Menschen machen, der die Welt durch einen ganz anderen Blickwinkel sah, und so eine bewegende und unterhaltsame Geschichte schaffen. Nach sorgfältigen Recherchen und Überlegungen konzipierten sie Rizvan als Menschen mit Asperger-Syndrom. 

„Wir wollten ihm keine Behinderung oder ein Gebrechen geben”, erklärte Bathija. „Auf diese Weise hätten wir ihn auf seiner Reise noch stärker in eine Opferrolle gedrängt. Jemand mit Asperger ist imstande, unabhängig und intelligent in der Welt zu funktionieren. Er ist vielleicht sogar intelligenter als die meisten ‘atypischen’ Menschen. Mich faszinierte auch die Wortgläubigkeit, die mit Asperger verbunden ist. Wenn man mit High-functioning-Autisten kommuniziert, dann muss man bei seiner Wortwahl achtgeben, denn sie nehmen alles wörtlich und verknüpfen das Gehörte mit ihrem Faktenwissen, um zu verstehen, was man sagen will.”

Diese Wortgläubigkeit wird auch zum Auslöser für Rizvans Reise. Der paranoide Kampf der Kulturen führt zu einer Familientragödie, und die von Trauer überwältigte Mandira schreit Rizvan an, er solle den Präsidenten der Vereinigten Staaten finden und ihn davon überzeugen, dass er zwar Khan heiße, aber kein Terrorist sei. Dieser dramaturgische Kunstgriff verlangte von den Autoren nicht nur sorgfältige Recherchen, sondern auch Respekt und einen feinfühligen Umgang mit dem Thema. „Wir behandelten Rizvans Asperger-Erkrankung sensibel und sorgfältig, jede Entscheidung, die sein Charakter trifft, ist davon geprägt”, ergänzt Bathija.

„Ich könnte mir selbst nicht ins Gesicht schauen, wenn ich das Gefühl hätte, dass wir in unserem Film eine ganze Bevölkerungsgruppe falsch dargestellt haben, weil wir aus lauter Faulheit nicht richtig recherchierten”, so Johar. „Von dieser Verantwortung abgesehen, war ich auch neugierig, mehr über das Asperger-Syndrom zu erfahren und zu begreifen, wie die Patienten trotzdem ein glückliches und erfolgreiches Leben führen. Dank dieser Erkenntnisse war es eine ganz besonders befreiende Erfahrung für mich, mit den Charakteren auf eine Reise zu gehen und ihre Eigenarten zu gestalten.” Auch Bathija begab sich auf eine Reise – die sie zu Chris und Gisela Slater-Walker, den Autoren von „An Asperger Marriage”, führte.
 
Bei Chris wurde das Asperger-Syndrom nach Beginn der Beziehung festgestellt”, erklärt Bathija. „In gewissem Sinne mussten beide ihre Kommunikationsmethoden nochmal von Grund auf neu lernen und zugleich die Beschränkungen verstehen, die Chris’ Zustand mit sich brachte. Ihr Buch hat mich tief bewegt. Das gilt ganz besonders für die Teile, die beschreiben, wie sie mit der Haltung der Psychologen und ihres Umfelds umgingen. Denn die hatten extreme Zweifel, dass eine Ehe funktionieren kann, wenn einer der beiden Partner an Asperger leidet.”

Nachdem sie einige Zeit mit dem Paar verbracht hatte, war sie von der überaus hingebungsvollen Art und Weise, wie die Slater-Walkers einander ihre Gedanken, Gefühle und Ängste vermittelten sehr beeindruckt. Nach Bathijas Ansicht gestalteten sie ihren Alltag auf eine Weise, die für die meisten modernen Paare unüblich ist.

Die Autorin erinnert sich: „Wenn Chris etwas an Gisela kommunizieren will, dann schickt er ihr eine E-Mail, in der er genau schildert, was er zu sagen versucht. Obwohl beide im gleichen Haus leben, teilen sie bestimmte Angelegenheiten einander schriftlich mit. Für mich war das unglaublich romantisch! Nachdem ich mich mit ihnen getroffen hatte und zum Schreiben hinsetzte, begriff ich, dass bei diesen Personen nichts unmöglich ist. Du kannst dir immer deinen eigenen Weg bahnen, egal was die Mehrheit meint und als Autorin hatte ich eine große Freiheit. ”

Im Lauf des Schreibprozesses kontaktierte Johar auch die National Autistic Society. Dies war unentbehrlich, um ein ehrliches Feedback zu bekommen. Die Gespräche mit der NAS waren für ihn eine erhellende und denkwürdige Erfahrung.
 
„Wenn du begriffen hast, wie sich Menschen mit ganz andersartigen kognitiven Fähigkeiten durch die Welt bewegen, dann beginnst du deine eigenen Fertigkeiten und Leistungen auch wertzuschätzen”, so Johar. „Die Unterstützung und der Beitrag der NAS waren nicht nur für Shibani und mich persönlich wichtig, sie trugen auch
entscheidend zur Authentizität der Geschichte bei. Rizvan Khan wäre nicht glücklich, wenn wir die Fakten nicht richtig hinbekommen hätten.”