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Männer Al Dente Film Trailer

FSK Film: Dieser Film hat die FSK Freigabe 0 Jahre
Länge: 116 Min | Kinostart: 15.07.2010 | DVD/BD: 04.11.2010 (DVD) | ©  Prokino | 
 
 
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Die Story zu Männer Al Dente Film Trailer:
Tommasos Familie genießt Ansehen in Lecce. Die Cantones sind Eigentümer einer Pasta-Fabrik, in der sein großer Bruder Antonio schon lange arbeitet. Nun ist er an der Reihe. Er hat sein Studium in Rom beendet und soll in den Familienbetrieb einsteigen. Und genau das will er vermeiden. Vor versammelter Mannschaft will er gestehen, dass er nicht der ist, für den sie ihn halten. Und dem Vater - durch das öffentliche Bekenntnis blamiert bis auf die Knochen - bleibt keine Wahl. Er muss Tommaso des Hauses verweisen - und der kann dann zurück in sein Leben nach Rom. Ein genialer und sicherer Plan. Aber dann kommt alles anders, als gedacht. Bei dem ersehnt gefürchteten Familienessen kommt ihm sein Bruder mit dem eigenen Geheimnis zuvor und wird an seiner Stelle davon gejagt. Zu allem Unglück erleidet der geschockte Vater einen Herzinfarkt und Tommaso sitzt fest: als Papas Liebling und neuer Firmenchef. Die Farce beginnt und man(n) muss da durch.

Schauspieler:
Riccardo Scamarcio, Nicole Grimaudo, Alessandro Preziosi, Ennio Fantastichini, Lunetta Savino, Elena Sofia Ricci, Ilaria Occhini, Daniele Pecci

Hintergrund:
Ein Geständnis machen ist wie Pasta kochen, man muss den richtigen Zeitpunkt beachten... Tommaso, der jüngste Sohn der Familie Cantone, will sich nicht länger verstecken. Er ist kein BWLer, sondern Schriftsteller. Und das ist nur der Gipfel des Eisbergs. Beim festlichen Familienessen, bei dem die Zukunft der familiären Pasta- Fabrik geklärt werden soll, will er reinen Wein einschenken. Doch als er die Stimme erhebt, fällt ihm sein großer Bruder ins Wort... Eine köstliche Komödie über Pasta und andere Leidenschaften und darüber, dass jeder Moment richtig ist, um damit zu beginnen, glücklich zu sein. Männer Al Dente ist eine großartige Komödie all\'italiana. In poetischen und gleichzeitig witzigen Bildern erzählt sie die Geschichte der Familie Cantone, die lernt, sich gegenseitig zu akzeptieren. Eine Lektion über das Leben und die Liebe inmitten des ganz normalen Wahnsinns einer süditalienischen Familie.

Technikinfos:
Bildformat: 2,35:1; Ton: Dolby SRD


 

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Die Cantones & Co. - Von der Anstrengung der einen, Geständnisse zu machen – und der Bemühung der anderen, sie zu vertuschen.

Tommaso ist es leid, den anderen etwas vorzumachen. Seine Familie soll endlich wissen, dass er nicht Wirtschaft, sondern Literatur studiert hat. Und, dass sein erster Roman fertig ist, für den er einen Verlag sucht. Und dass er ganz bestimmt nicht nach Hause zurück kehren will, um in die familiäre Pasta-Produktion einzusteigen. Dies und noch mehr will er ihnen sagen. Geheimnisse hat er genug. Alles soll ans Licht und vor aller Augen und Ohren. Nur so wird er aus dem Haus gejagt und kann zurück in seine Wahlheimat Rom.

Doch Mustersohn Antonio sieht in dem Plan des kleinen Bruders die eigene Rettung. Warum ist er nicht selbst drauf gekommen? Frei sein. Zu lange schon an die Bedürfnisse der Familie angepasst, stiehlt er Tommaso die Show. Die Familie ist fassungslos, Tommaso noch mehr.

Vincenzo, der cholerische Vater der beiden, meint erst, es handle sich um einen Scherz, denn Witze erzählen konnte sein Sohn noch nie. Doch als sich das Gesagte als bitterer Ernst erweist, trifft ihn der Schlag. Aber vorher verweist er Antonio noch des Hauses. Einen solchen Affront kann er nicht hinnehmen. Seine Söhne sind ein Teil von ihm. Sie müssen einfach so sein wie er.

Seine Geliebte Patrizia will ihn beruhigen, aber für ihn ist klar: diese Schande kann er nicht hinnehmen. Aus Verzweiflung überträgt er all seine Erwartungen auf Tommaso. Und aus Angst vor dem Tratsch und Klatsch verlässt er nur selten das Haus und wenn, dann in best-gespielter Laune - mit einem Lachen um nicht zu weinen.

Stefania, die eigentlich liebevolle, aber spießige Mama Cantone, ist entsetzt. Alle graben an ihrem Ansehen. Reicht es nicht, dass ihr Mann sie mit einer Schlampe betrügt. Überzeugt davon, dass das alles ein Irrtum sei, sucht sie nach Beweisen. Ein Foto bringt Gewissheit. Was die Leute wohl sagen? Wie dem auch sei: ihre Familie muss geschützt werden - in Krisenzeiten um so mehr. Und so verteidigt sie sich und das Ansehen ihrer Lieben so gut es geht, besonders vor den Attacken der stadtbekannten Tratsche Antonietta, bei der sie ihre Contenance schon einmal vergißt. Ihren Frust lässt sie an ihren Dienstmädchen Teresa und Giovanna aus. Wenigstens die beiden machen, was sie will.

Die aristokratische Großmutter Cantone weiß, was in der Familie vor sich geht und das macht sie müde. Sie durchlebt ein Deja-Vu aus ihrer eigenen Jugend: das Geheimnis ihrer unerfüllten, unmöglichen Liebe zu Nicola, dessen Bruder Domenico sie heiratet, nur um ihm nahe zu sein. Sie weiß, dass sie ihn nicht haben kann, verbringt aber trotzdem ihr ganzes Leben mit ihm. Wenn schon nicht als seine Frau, dann als gleichberechtigte Partnerin im Familienunternehmen. Vielleicht ist sie deshalb Diabetikerin geworden. Kann schon passieren bei fehlender Liebe, sagt man. Aber eines hat sie gelernt: "Niemand kann dir vorschreiben, wen du lieben sollst. Deine Fehler musst du schon alleine machen." Trotzdem entscheidet sie, einzugreifen. Sie setzt dem Ganzen ein Ende - mit herrlichen Törtchen, Süßem, dass ihr schon lange fehlt, und bringt ihre Familie auf den rechten Weg.

Ihr Geheimnis vertraut sie nur Alba an, der schönen Tochter von Raffaele Brunetti, dem neuen Geschäftspartner der Familie, die sich in Tommaso verliebt und die auf dem besten Weg ist, den Fehler der Großmutter zu wiederholen. Auch Alba arbeitet an der Seite eines geliebten Mannes und weiß, dass sich ihre Liebe nie erfüllen wird. Wirkt die junge Frau mit dem ausgefallenen Schuhsortiment von Außen temperamentvoll und kapriziös, steckt in ihr eine sensible Seele, die Angst davor hat, nicht gebraucht und gewollt zu sein.

Für Elena, der Schwester von Antonio und Tommaso, hat das Wirrwarr um Antonio ein Gutes. Sie hat keine Probleme mit ihren Brüdern. Ihm Gegenteil: sie denkt über sich selbst nach und emanzipiert sich. Im Gegensatz zu ihrem Vater, der sie ein Leben lang unterschätzt, ist Tommaso sehr wohl an ihrer Meinung im Betrieb interessiert. Einmal legitimiert, müssen die Mitarbeiter, darunter auch ihr Mann, sie notgedrungen als Vorgesetzte akzeptieren. Endlich erteilt sie ihrem bisherigen Leben als frustrierte Hausfrau und eine Absage und erlebt ihr professionelles Erwachen.

Salvatore, der Ehemann Elenas, ist eine hoffnungslose Nervensäge. Vielleicht, weil er durch das große Durcheinander in der Familie eine Chance sieht, endlich anerkannt zu werden. Er will souverän und tolerant sein, aber für Vater Cantone 7 bleibt er der Schwachkopf aus Neapel, den seine Tochter unbedingt heiraten wollte. Der einzige, der ein Faible für ihn hat ist Massimiliano, der Flugbegleiter unter Tommasos Freunden, der seinem Blick nicht mehr von ihm wenden kann.

Luciana, die wunderliche, immer leicht angetrunkene Tante mit Augenfehler flieht in jungen Jahren mit ihrer großen Liebe nach London - gegen den Willen ihrer Eltern. Weil die Flucht in einem Disaster endet (verschmäht und beraubt bringt sie ihr Bruder Vincenzo nach Hause zurück) macht sie nur noch heimlich, was ihr gefällt. Ihre Liebhaber empfängt sie im Dunkel der Nacht. Und ihren Cinzano trinkt sie von Löffel - als Hustensaft. Keiner darf was wissen - aber alle sind im Bilde. Tommasos Freunde bringen frischen Wind in ihr Leben und vielleicht auch den nötigen Mut, ihre Bedürfnisse offen auszuleben. Besonders Davide, in dem sie einen begnadeten Zuhörer findet, hat es ihr angetan. Mit ihm plaudert sie eine ganze Nacht und raucht, und durch die Auswirkungen der ungewohnten Genüsse erscheint sie dem Rest der Familie durchgeknallter als zuvor.

Wissen es die anderen, oder nicht? „Je weniger wir davon sprechen, um so besser ist es“, meint Stefania. Und Vincenzo traut sich gleich gar nicht mehr auf die Straße. „Es ist schwieriger ruhig zu sein, als das zu sagen, was man denkt“, kommentiert die Tante und die Großmutter schämt sich für ihren Sohn. Wie kann es sein, dass er einfach nicht versteht:

Man kann sich nicht aussuchen, wen man liebt.