Starportrait

Uma Thurman Biografie


Geburtstag: 29.04.1970

Geburtsort: Boston

Land: USA

Uma Thurman arbeitete bereits bei ihrem zweiten, dritten und vierten Film mit einigen der berühmtesten Filmemachern der Branche zusammen: als Göttin Venus in Terry Gilliams Fantasy-Film THE ADVENTURES OF BARON MUNCHAUSEN („Die Abenteuer des Baron Münchhausen“, 1988), dann als Klosterschülerin im 18. Jahrhundert in Stephen Frears’ Oscar®-Kandidaten DANGEROUS LIAISONS („Gefährliche Liebschaften“, 1988) und als Hauptdarstellerin neben Fred Ward und Maria de Medeiros in Philip Kaufmans heiß diskutierter Filmbiografie HENRY & JUNE („Henry & June“, 1990), in dem sie die neurotische und exotisch-bisexuelle Gattin des Schriftstellers Henry Miller spielte.

1995 verbuchte sie als Nebendarstellerin Nominierungen für den Oscar®, den Golden Globe, den Preis der Screen Actors Guild (SAG; US-Gewerkschaft der Filmund TV-Schauspieler) und den Preis der British Film and Television Academy (BAFTA) für ihre Darstellung der sexy Gangsterbraut Mia Wallace in Quentin Tarantinos gefeiertem, Oscar®-preisgekrönten PULP FICTION („Pulp Fiction“ 1994). Thurman ist die Tochter einer Psychologin und eines College-Professors. Sie wuchs in Amherst/Massachusetts und Woodstock/New York auf. Sie ging in New England zur Schule, wo sie als 15-Jährige von zwei New Yorker Agenten entdeckt wurde. Mit 16 wechselte sie an die Professional Children’s School in New York City, um ihre Schauspielerkarriere zu beginnen.

Ihr Kinodebüt gab sie neben Anthony Michael Hall in der Komödie JOHNNY BE GOOD („Johnny Be Good“, 1988). Dann spielte sie eines von Dabney Colemans drei verwöhnten Kindern in John Boormans Komödie WHERE THE HEART IS („Die Zeit der bunten Vögel“, 1990) und neben Richard Gere und Kim Basinger eine hinterhältige Therapiepatientin in Phil Joanous Thriller FINAL ANALYSIS („Eiskalte Leidenschaft“, 1992). Mit John Malkovich trat sie erneut in dem Thriller JENNIFER 8 („Jennifer 8“, 1992) auf und spielte Andy Garcias blinde Freundin Helena, bevor sie ins Komödienfach zurückkehrte und in John MacNaughtons ungewöhnlichem MAD DOG AND GLORY („Sein Name ist Mad Dog“, 1993) mitwirkte – darin ist sie als Barfrau zu sehen, die sich verpflichtet fühlt, einem scheuen forensischen Cop (Robert De Niro) zu dienen, nachdem er zufällig einem Gangster (Bill Murray) das Leben gerettet hat. Dann folgte ein weiteres unkonventionelles Projekt, Gus Van Sants EVEN COWGIRLS GET THE BLUES („Cowgirl Blues“, 1993), in dem sie Sissy Hankshaw spielte, eine bisexuelle Hippie-Anhalter mit riesigen Daumen.

Nach ihrer Oscar®-Nominierung für „Pulp Fiction“ trat sie in dem Kostüm- Liebesfilm A MONTH BY THE LAKE („Ein Sommer am See“, 1995) neben Vanessa Redgrave auf, außerdem in dem zeitgenössischen Liebesfilm BEAUTIFUL GIRLS („Beautiful Girls“, 1996) unter der Regie des inzwischen verstorbenen Ted Demme. Thurmans Filme in der zweiten Hälfte der 1990er-Jahre: THE TRUTH ABOUT CATS & DOGS („Lügen haben lange Beine“, 1996), BATMAN & ROBIN („Batman & Robin“, 1997), Andrew Niccols GATTACA („Gattaca“, 1997), LES MISERABLES („Les misérables“, 1998) mit Liam Neeson, und THE AVENGERS („Mit Schirm, Charme und Melone“, 1998), die Kinofassung der klassischen TV-Serie aus den 1960er-Jahren. Ende dieses Jahrzehnts gab sie ihr Bühnendebüt in einer modernen Fassung von Molières „The Misanthrope“ (Der Menschenfeind) im Ensemble der Classic Stage Company in New York.

Weitere Filme: Woody Allens SWEET AND LOWDOWN („Sweet and Lowdown“, 1999) mit Sean Penn und Samantha Morton; Roland Joffés VATEL („Vatel – Ein Festmahl für den König“, 2000) mit Gérard Depardieu und Tim Roth; der Merchant/Ivory-Film THE GOLDEN BOWL („Die goldene Schale“, 2000) mit Nick Nolte und Anjelica Huston; John Woos Thriller PAYCHECK („Paycheck – Die Abrechnung“, 2003) sowie TAPE (2001), der ihr als Nebendarstellerin eine Nominierung für den Independent Spirit Award einbrachte. Mit dem HBO-Film HYSTERICAL BLINDNESS (2002) gewann sie 2003 den Golden Globe als Beste Schauspielerin und wurde auch für den Preis der SAG nominiert.

Zwei weitere Golden-Globe-Nominierungen verbuchte sie mit einem späteren Tarantino-Film als rächende „Braut“ in seinem Action-reichen Film-Duo KILL BILL: VOL. 1 („Kill Bill – Volume 1“, 2003) und KILL BILL: VOL. 2 („Kill Bill – Volume 2“, 2004). Mit John Travolta trat sie erneut in BE COOL („Be Cool – Jeder ist auf der Suche nach dem nächsten großen Hit“, 2005) auf, dem Sequel zum Hit GET SHORTY („Schnappt Shorty“, 1995). Dann war sie neben Meryl Streep in der romatischen Komödie PRIME („Couchgeflüster – Die erste therapeutische Liebeskomödie“, 2005) zu sehen, bevor sie die schillernde Rolle der sexy Sekretärin Ulla in der Kinofassung von Mel Brooks’ gefeiertem Broadway-Musical THE PRODUCERS („The Producers“, 2005) übernahm.

Es folgte die Liebeskomödie MY SUPER EX-GIRLFRIEND („Die Super- Ex“, 2006). Als Produzentin und Hauptdarstellerin war sie an Griffin Dunnes THE ACCIDENTAL HUSBAND („Zufällig verheiratet“, 2008) beteiligt. Neben Evan Rachel Wood wirkte sie in Vadim Perelmans THE LIFE BEFORE MY EYES („Das Leben vor meinen Augen“, 2007) mit. Die Hauptrolle übernahm sie in MY ZINC BED (2008) nach dem Stück von David Hare. Aktuell hat sie die unabhängig produzierte Komödie MOTHERHOOD (2009) mit Minnie Driver und Anthony Edwards abgedreht.

Deutsche Synchronstimme: Petra Barthel


Autor: Sebastian Lorenz

 
 

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